Biografie und Wandern - Der Weg zu einer neuen Freiheit

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Eine biografische Spurensuche vergleiche ich gerne mit dem Prozess einer Entrümpelung. Viel zu viel hat sich angesammelt und vegetiert unbeachtet in Schränken und Läden. Irgendwann raffe ich mich auf, nehme die einzelnen Gegenstände noch einmal in die Hand, schau sie mir liebevoll an und entscheide, ob sie für mich noch eine Bedeutung haben oder nicht. Manches wird entsorgt, einiges bekommt einen würdigen Platz.

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Nächster Termin Haus der Frauen St.Johann/Herberstein 15.-17.März 2024

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Biografische Erfüllung finden

Friedemann Schulz von Thun hat neben anderen, vielen wertvollen Erkenntnissen und Entwicklungen, das 5-Felder-Modell entwickelt. Für mich eine einfache und verständliche Darstellung dessen, was ein Menschenleben zu einem "erfüllten Leben" macht. Sein Buch "Erfülltes Leben" kann ich an dieser Stelle sehr empfehlen.

Das Feld Gamma bezeichnet er "Biografische Erfüllung". Biografische Erfüllung ist demnach ein unabdingbarer Bestandteil eines erfüllten Lebens und sollte beachtet werden. Hier setzt die Biografiearbeit an.

Das bisher gelebte Leben kann eine reiche Quelle der Kraft, der Weisheit und eine Schatzkiste von Erfahrungen sein, die unsere Selbstwirksamkeit stärkte und der man sich bewusst sein sollte. Es ist die Abfolge von Schlüsselereignissen, deren Auswirkungen und Zusammenhänge erst in einer Rückschau als ein großes Ganzes erkannt werden können. Dieses große Ganze gibt unserem Leben Bedeutsamkeit und ist unser ganz persönliches Alleinstellungsmerkmal.

Meine Botschaft an Sie lautet: Sie sind ein Wunder, Sie sind etwas Besonderes, Sie sind wertvoll!

Die Reflexion der eigenen Lebensgeschichte kann nicht nur wichtige Entscheidungshilfe in fast allen menschlichen Belangen sein, sie dient vor allem dazu, dem Leben jene Wertschätzung entgegenzubringen, die es wahrhaftig verdient. Neigen doch die meisten von uns eher dazu, sich selbst zu unterschätzen und den eigenen Wert klein zu halten.

Was brachte mich zur Biografiearbeit?

Ich begleite seit vielen Jahren Menschen. Als Coach, vorwiegend Menschen im Rahmen ihrer beruflichen Biografie, als Wander- und Pilgerbegleiterin, durfte ich an vielens Lebensgeschichten teilhaben.

Seit zehn Jahren begleite ich nun meine Eltern auf ihrem letzen Weg. Mein Vater ist 2016 verstorben und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit seinem Leben, führte mich schlussendlich zum Thema. Die Ausbildung und Zertifizierung zur professionellen biografischen Begleiterin, war die logische Konsequenz meines bisherigen, von vielen Veränderungen und Umbrüchen geprägten, Lebensweges. Meine Berufsbezeichnung heute lautet: Lebens-Reiseleiterin.

Link zu meiner Biografie

Fotos Mariazellpilgern

Der Weg ist eine menschliche Grundsituation und eines der ältesten Ursymbole. Der Baum ist unser Bruder.

Als Tochter eines Zimmermeisters und Jägers, fühle ich mich schon von klein auf mit dem Wald und den Bäumen innig verbunden. Noch heute suche ich regelmäßig den Wald auf, um meine Gedanken zu sortieren, Kraft zu tanken, Inspiration zu bekommen und die heilende Wirkung des Waldes in mich aufzusaugen. Ein weiterer wesentlicher Aspekt in meinem Leben ist das Gehen. Für mich ist der Pilgerweg DIE Metapher für den Lebensweg.

Es wundert deshalb nicht, dass der Weg und der Baum die wegweisenden Symbole in meinem Seminar "Der Weg zu mir" sind.

In der Biografiearbeit gibt es viele Themen: Von der klassischen Biografie angefangen, kann man sich darüber hinaus spezifische biografische Themen anschauen: Die berufliche Biografie, die Bildungs- bzw. Lernbiografie, die Biografie der persönlichen Beziehungen, die Biografie eines Eheweges, Geschwisterweges oder die Biografie des persönlichen Glaubens und der innewohnenden Gottesbilder.

Biografiearbeit kommt ursprünglich aus der Altenarbeit.

Viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Demenz und ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen. Im fortschreitenden Verlauf der demenziellen Veränderung, verliert ein Mensch seine kognitiven Fähigkeiten und tritt in seine eigene Wirklichkeit ein. Diese Wirklichkeit ist sehr stark davon geprägt, was eine Persönlichkeit während seines Lebens nicht bewusst reflektieren und verarbeiten konnte. Für mich bedeutete diese Erkenntnis, dass es ungemein wichtig ist, sich mit seiner Biografie zu beschäftigen und alle biografischen Schlüsselmomente - positive wie negeative - ans Licht zu bringen, damit sie nicht irgendwann als Dämonen zurückkehren.

Vielfach betroffen sind heute alte Menschen, die Traumata, aufgrund Krieg, Verletzungen, Kränkungen und Misshandlungen und andere Übergriffe, nie aufgearbeitet, tief in sich vergraben und scheinbar "vergessen" haben. In einer demenziell veränderten Phase können diese Menschen sehr schwierig für Pflegerinnen und Angehörige werden.

Deshalb ist Biografiearbeit nicht nur für einem selbst ein hilfreiches Werkzeug,  sondern unterstützt darüber hinaus pflegende Angehörige, die mit demenziell veränderten Menschen zusammenleben. Es erleichtert den Umgang mit ihnen.

Naomi Feil, die Schöpferin der Validation, legte hier eine wertvolle und wichtige Basis. Ihre Bücher stellen für mich ein MUSS dar, wenn man mit demenziell veränderten Menschen zu tun hat, bzw. als Angehörige mit ihnen zusammenlebt.

Entdeckt man erst die Bedeutsamkeit und Einzigartigkeit der eigenen Lebensgeschichte, braucht man keiner anderen mehr nachjagen oder ein fremdes Leben kopieren. Man entkommt den Vorgaben einer, von der Konsumindustrie und dem Mainstream gesteuerten Kultur und wird individuell, einzigartig, selbstbestimmt und selbstbewusst.

 

Der Weg zu mir

Im Seminar "Der Weg zu mir" verwende ich, wie bereits beschrieben, den Baum und den Weg als begleitende Symbole. Beginnend bei unseren Wurzeln, erkunden wir die Räume unserer Kindheit und wachsen entlang des Stammes in unsere Krone. Hier befinden sich die Früchte unseres Lebens. Diese gilt es zu erkennen, anzuerkennen und für die Zukunft nutzbar zu machen.Solange ein Mensch lebendig ist, beeinflusst jede seiner Handlungen auf irgendeine Weise die Zukunft. Was ich heute für meine geistige und körperliche Gesundheit mache, bestimmt mein Leben und meine Gesundheit in der Zukunft.

"Wer die Vergangenheit kennt, versteht die Gegenwart und kann die Zukunft gestalten"

Dieses, in der Politik häufig verwendete Zitat von Helmut Kohl bringt Biografiearbeit auf den Punkt.

Darüber hinaus, versuche ich als Seminarleiterin die kindliche Kreativität zu wecken. Während des Seminars wird gebastelt und gezeichnet, gespielt und gelacht. Jede Gruppe ist anders und die Methoden werden angepasst. Selbstfürsorge ist dabei ein wichtiges Thema und der Aufenthalt in der Natur ein wesentlicher Bestandteil des Seminars. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um bewusste Wahrnehmung.

Achtsames Unterwegssein und bewusstes Wahrnehmen stehen im Vordergrund.

Was im Seminar preisgegeben wird, bestimmt jeder für sich selbst. Manche sind sehr offen, andere eher zurückhaltend und beobachtend. Alles hat Platz. Es muss nicht alles gesagt werden, wichtig ist, was jemand persönlich und vielleicht spontan erkennt und in seinem oder ihrem Tagebuch festhält.

Das liebevolle Hinschauen auf das was mich nährt ist die Intention.

Lebensbaum

Welche Schätze konnten in diesen Seminaren von Teilnehmer*innen bereits gehoben werden?

 

  • Die Leuchttürme und Schlüsselmomente im eigenen Leben bekommen Bedeutung, hinsichtlich des großen Ganzen.
  • Fremdeinflüsse im Heranwachsen, Glaubenssätze und Denkmuster werden erkannt und auf ihre Wirkung heute überprüft.
  • Alte Wünsche, die JETZT erfüllt werden möchten, wiederentdeckt.
  • Stärken, Potenziale, Talente an sich, wertgeschätzt.
  • Selbstwirksamkeitskräfte, die man gut gebrauchen kann, werden bewusst.
  • Mist wird in Kompost verwandelt  und
  • aus dem Schlamm wachsen Lotosblüten.
  • Der Zukunft wird (trotz allem)neugierig und freudvoll entgegen gesehen.

Neuigkeiten, Vorträge und meine Seminare finden Sie unter Termine

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BILDERGALERIE

Über die Autorin
Ingeborg Berta Hofbauer ist eine begeisterte Reisende und Entdeckerin von neuen Orten und ihren Menschen. Deren Geschichten dahinter faszinieren sie und inspirieren sie zu ihren Büchern und Blogs. Sie reist vorwiegend mit ihrem Camper und der Bahn und verzichtet weitgehend auf Flugreisen.

Ingeborg B. Hofbauer

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