Italia da sola

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Hofbauer Italia Da Sola

Buon Giorno!
 

In mir schlummert eine Abenteurerin! Schon als junge Frau habe ich die Reisegeschichten von allein reisenden mutigen Frauen, wie Gertrude Bell, Martha Gellhorn, Alexandra David Neel, Ida Pfeiffer und anderen verschlungen. Sie sind meine geistigen Mütter, die mich prägten. Aufzubrechen, um die Welt zu entdecken und sich eine Zeit lang von allen Zwängen, Rollen und Verantwortungen zu befreien.

 

Der Sechziger war inzwischen überschritten und wiewohl ich in den letzten Jahren die Pensionierung kaum erwarten konnte, musste ich mich von heute auf morgen mit der ungeschminkten Tatsache anfreunden, dass der Endspurt im Leben unwiderruflich angebrochen war. In Pension zu sein – was mir so erstrebenswert erschien –, entpuppte sich als Falle. Die Tage waren angefüllt mit Erwartungen und Aufträgen aus dem familiären Umfeld. Klar, „du hast jetzt ja Zeit“. Das mentale Tief ließ nicht lange auf sich warten und einschlägige Ratgeber-Literatur konnte mir da auch nicht weiterhelfen mit Vorschlägen wie Kreativkurse besuchen, um die Künstlerin in sich zu entdecken, das Lernen eines Instruments, um Alzheimer vorzubeugen, oder soziales Engagement, um dem Leben einen Sinn zu geben. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,73[1] Jahren hieß das für mich, zwanzig, im besten Falle 30 Jahre Vorhersehbarkeit. Weil ein Zustand, der sich Ruhestand nennt, überhaupt nicht mein Ding ist, kam mir erneut mein alter Traum vom eigenen Campingbus in den Sinn. Das Ganze nahm plötzlich Fahrt auf, als einige Tage später ein Reh mein Auto touchierte und einen beträchtlichen Sachschaden hinterließ. Ich sah es als Zeichen und die Abenteurerin in mir war geweckt.

Der ramponierte Pkw wurde gegen einen Bus eingetauscht und Freddie Mercury sang sich beim ersten Anstarten mit „Don’t Stop Me Now!” mitten in mein Herz. Mein Entschluss stand mit einem Mal glasklar fest: Das Rentnerdasein kann warten, ich docke beruflich wieder an, um mir meine Reisen zu finanzieren.

Wohin meine Reisen führen? Die Antwort darauf gab mir Lucio Dalla, der mit seiner Ballade „Caruso“, erneut die Sehnsucht nach Italien in mir weckte.

Vieni con me in Italia![2]

Mein persönlicher Tipp:

Mixen Sie sich für die folgenden Seiten einen Campari Spritz. Das Originalrezept aus der Camparino Bar in Mailand: 3,75 cl Campari, 6 cl Prosecco D.O.C Cinzano, 1 Spritzer Sodawasser, 1 Orangenscheibe.



[1] Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/18642/umfrage/lebenserwartung-in-oesterreich/
[2] Komm mit mir nach Italien!