Vom Angsthasen zum Muthasen - 5 Schritte zur Mutkompetenz®

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Als Kleinkind hatten wir alle den Mut, uns aufzurichten und den ersten wackeligen Schritt zu setzen. Leider ist uns dieser Mut im Laufe unseres Lebens verloren gegangen. Es wird Zeit wieder an der eigenen Mutkompetenz® zu arbeiten. Mutkompetenz® bedeutet, den ersten Schritt ins Neuland zu setzen.

Dies ist die Geschichte vom Bären, der eine Todesliste führte: Die Tiere im Wald waren voller Angst und Schrecken. Zuerst musste der Hirsch daran glauben, dann der Fuchs. Der Igel erzählte davon dem Angsthasen und war selbst am darauffolgenden Tag tot. Im Wald ganz allein zurück blieb der Angsthase. Obwohl er die Hosen gestrichen voll hatte vor Angst, nahm er seinen ganzen Mut zusammen und machte sich auf zur Höhle des Bären. Er klopfte an und als dieser öffnete sagte er: “Hallo Bär.“ Der Bär sagte:“ Hallo Angsthase.“ Der Angsthase fragte:“ Sag mal Bär stimmt das, dass du eine Todesliste führst?“ Der Bär antwortete: „Ja das ist richtig und der nächste darauf bist du Angsthase.“ Da nahm der Angsthase wirklich all seinen Mut zusammen und fragte den Bären: „Bär, kannst du mich von dieser Liste streichen?“ Der Bär war so überrascht über diese Frage, dass er kurz überlegte und dann sagte:“ Angsthase, ja das kann ich.“ Der Angsthase lachte und sagte:“ Oh danke Bär.“ Der Bär sagte:“ Keine Ursache Angsthase.“

5 Schritte vom Angsthasen zum Muthasen

1.Schritt: Der Angst begegnen

Es gibt keinen Zauberstab, der Ihre Ängste wegzaubert und das ist auch nicht sinnvoll. Denn Ängste haben in gewissen Situationen durchaus ihre Berechtigung. Das Eigenartige darin ist, dass die schlimmsten Ängste meist ein mögliches Ereignis in der Zukunft avisieren. Diese Ängste sind unrealistisch und selbstzerstörerisch. Sie sind das Produkt negativer Denkkonstruktionen. In den meisten Fällen haben sie nichts mit der Realität zu tun. Wie der Angsthase können auch Sie sich Ihren Ängsten stellen, indem Sie ihnen frech in die Augen blicken und sie herausfordern.

Übung:

  • Wenn Angst entsteht, betrachten Sie sie erst mal aus der Distanz, um sie zu reflektieren: „So fühlt sich also Angst an, das macht Angst mit mir, hallo Angst.“
  • Nützen Sie die Gelegenheit, wenn diese sich Ihnen bietet, etwas zu tun wovor Sie Angst haben. Zum Beispiel: Suchen Sie das Gespräch mit jemanden, der Sie verletzt hat. Sagen Sie es, wenn das Essen im Restaurant nicht geschmeckt hat. Melden Sie sich bei einem Vortrag zu Wort usw.
  • Finden Sie 10 positive Aspekte für das Ereignis vor dem Sie sich fürchten, falls es tatsächlich eintreten sollte.

2. Schritt: Machen Sie sich selbst zum Vorbild

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich zunehmend einem Selbstoptimierungswahn ausliefert. Dieser Selbstoptimierungswahn hat fast alle Bereiche unseres Alltags geflutet. Wir werden ununterbrochen durch die Werbung der Konsum-, Gesundheits- und Schönheitsindustrie, wie auch der Unterhaltungsindustrie mit den Glaubenssätzen infiltriert, dass wir nicht schön genug, gescheit genug, sexy genug, gesund genug und erfolgreich genug sind. Die "Idealvorbilder", die man uns dabei präsentiert, schwächen den Selbstwert und das Selbstbewusstsein und suggerieren uns, dass wir Mangelwesen sind. Verabschieden Sie sich von diesen künstlichen "Vorbildern". Machen Sie sich selbst zu einem starken Vorbild.

Übung:

  • Erinnern Sie sich an Ihre "Heldentaten" im bisherigen Leben. Es gibt sie, denken Sie nach.
  • Was haben sie bereits alles erreicht?
  • Fokussieren Sie sich auf den Reichtum den Sie haben. Auf allen Ebenen.

3. Schritt: Werte als Kompass

Alle sprechen darüber aber kaum jemand kann seine Werte formulieren. Das Wissen um die eigenen Werte ist für den Erwerb Ihrer Mutkompetenz® wesentlich. Denn sie sind der Prüfstein für Ihre Entscheidungen, Meinungen, Haltungen und Handlungen. Wenn Sie sich Ihrer Werte bewusst sind, haben Sie auch die richtigen Argumente an der Hand, wenn Sie etwas oder jemand ablehnen oder "nein" sagen wollen: "Das entspricht nicht meiner Wertehaltung. Punkt." Darüber hinaus unterstützen Ihre Werte Sie, Ihr Persönlichkeitsprofil ins richtige Licht zu rücken. Als ich mir meiner Werte bewusst wurde und sie auch schriftlich formulierte, habe ich in Folge mein komplettes Geschäftsmodell neu überarbeitet. Werte machen mutig und stärken Ihr Selbstvertrauen.

Übung:

 

  • Definieren Sie Ihre ganz persönlichen Werte. Ich habe einen Wertekatalog mit Begriffen von A-Z zusammengestellt, der Sie dabei unterstützt. Diesen können Sie gerne kostenlos per Mail anfordern. Die Vorgehensweise ist dort genau beschrieben.

info@mutkompetenz.at

4. Schritt: Begehen Sie einen Rollenbruch.

Wir finden uns in vielen Lebensrollen wieder. Das beginnt bereits bei der Geburt: Sie sind Tochter oder Sohn und später Bruder oder Schwester, Freundin oder Freund, Partnerin oder Partner, Mutter oder Vater, Kollegin oder Kollege usw. An Ihre Rollen werden Erwartungshaltungen von außen geknüpft und Sie haben den Glaubenssatz entwickelt, dass Sie nur dann geliebt werden, wenn Sie diese Erwartungen erfüllen. Fragen Sie sich nicht manchmal im Geheimen: „Wo stehe ICH oder wer bin ICH?“ Sie fühlen sich als Persönlichkeit nicht wahrgenommen und das macht Sie mitunter einsam. Führen Sie das Experiment Rollenbruch durch. Sie werden sehen, wie man Sie plötzlich wieder wahrnimmt und wie Ihre Mutkompetenz® steigt.

Übung:

  • Sagen Sie einfach öfters „nein“. Mit einem Lächeln ohne Rechtfertigung.
  • Beobachten Sie sich und fragen Sie: "Wer bin ich in der Rolle, in der ich gerade bin? Bin ich froh, unglücklich, gereizt, erfüllt usw.?" Jene Rollen, die ungesund für Sie sind und Sie schwächen, sollten Sie einmal überdenken und etwas verändern.
  • Tun Sie etwas, das außerhalb der allgemein erwarteten Routine liegt. Machen Sie das Experiment Rollenbruch.

5. Schritt: Lösen Sie sich von alten Vorstellungen

Depressionen, Frustrationen, Burnout und Beziehungsprobleme entstehen vielfach dadurch, weil einst gemachte Vorstellungen von der eigenen Zukunft nicht erfüllt wurden. Meist sucht man nach Schuldigen aber in Wahrheit handelt es sich um eine „Erwartungsenttäuschung“. Ihre Erwartungen wurden ent-täuscht. Das kann man durchaus positiv betrachen, weil Sie nun die Chance haben, sich Ihre Zukunft neu vorzustellen. Vor-sich-hinzustellen. Lassen Sie die alten Vortellungen los und erschaffen Sie sie neu.

Übung:

  • Stellen Sie sich selbst in 10,15,20 Jahren vor: Wie sehen Sie aus, mit wem umgeben Sie sich, wo leben Sie, was machen Sie? Speichern Sie das Bild Ihrer positiven und erfüllenden Vorstellung auf Ihrem "Herzensbildschirm" ab.
  • Alle Entscheidungen, die Sie jetzt und heute treffen, überprüfen Sie in Folge mit dem Bild auf Ihrem Herzensbildschirm. Damit gestalten Sie die gewünschte Realität in der Zukunft.
Sign by Jwala
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Zum Abschluss mein Spezialtipp:

"Heute bin ich mutig".

Sagen Sie sich jeden Morgen „Heute bin ich mutig“. Machen Sie, so oft sich die Gelegenheit ergibt, einen mutigen Schritt aus Ihrer Komfortzone und Sie werden staunen, wie Ihre Mutkompetenz® wächst. Wenn Sie das 21 Tage durchziehen verspreche ich Ihnen, dass der "Bär" vor Ihnen davonläuft, wenn er Sie sieht.

 

Stehen Sie vor der Herausforderung sich beruflich neuzuorientieren? Ganz unabhängig, was die Beweggründe dafür sind - diese Neuorientierung braucht eines: nämlich Mut. Wie Sie Mutkompetenz® in dieser Situation erwerben, das erfahren Sie im nächsten Artikel: "Vom Angsthasen zum Muthasen - die Fortsetzung - Mut sich neu zuorientieren."

 

 

 

Über die Autorin:
"Ich helfe meinen Kundinnen und Kunden Mutkompetenz© zu erwerben, damit sie selbstbestimmt ihren eigenen Weg gehen können."Ingeborg Berta Hofbauer

Ingeborg B. Hofbauer

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