Tag: Coaching & Wandern

GründerInnen und UnternehmerInnen brauchen einen Bauplan

Fachkompetenz allein genügt nicht, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

Deshalb lautet meine erste Frage an meine KundInnen immer:

Wer sind Ihre KundInnen und welchen Wert bieten Sie ihnen?“

Ein Blog von Ingeborg Berta Hofbauer. 35 Jahre Erfahrung als Unternehmerin und Gründerin mehrerer Unternehmen.

Ein hilfreiches Instrument sein Geschäft „auf die Straße zu bringen“, ist die Entwicklung eines Geschäftsmodelles nach der Business Model Canvas (BMC) Methode.

Was ist Business Model Canvas?

Business Model Canvas heißt grob übersetzt „Geschäftsmodell Leinwand“. Diese Bezeichnung bringt es auf den Punkt. Ein Geschäftsmodell, dargestellt auf einem Blatt Papier. Business Model Canvas wurde 2004 vom Schweizer Wirtschaftstheoretiker Alexander Osterwalder entwickelt. BMC hilft dabei, alle wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Geschäftsmodelles darzustellen und weiterzuentwickeln. Hat man die Canvas einmal für sein Geschäft erstellt, erweist sie sich als flexibles Instrument das man permanent, an einen sich ständig veränderten Markt, anpassen kann.

Nun, diese Methode ist kein Geheimnis und jeder kann sich die Vorlage aus dem Internet herunterladen.

Digitalfreaks sei gesagt, dass man sich seine Canvas auch digital erstellen kann, wovon ich jedoch im ersten Durchgang abrate. Meine Erfahrung zeigt mir immer wieder, dass man durch das analoge Arbeiten an seinem Modell, in viel tiefere Bewusstseinsschichten vordringt. Das handschriftliche Arbeiten ist nicht zu unterschätzen und ich setze es ganz bewusst im Coaching ein. Aus diesen und anderen Gründen empfehle ich UnternehmerInnen und jenen die es werden wollen, ein BMC Coaching in Anspruch zu nehmen. Denn es sind die kritischen Fragen von außen die es vermeiden, ständig in der eigenen „Suppe“ herumzurühren.

Ein Schlüsselthema der BMC ist der biografische Teil. Und genau diesen Teil kann man nicht aus dem Internet herunterladen. Der Erfinder widmet in seinem Buch „Business Model You“, einen nicht unwesentlichen Teil dieser persönlichen Seite des Erfolgs. Ich persönlich beschäftige mich seit über 15 Jahren damit, weil ich überzeugt bin, dass der berufliche Erfolg eng damit zusammenhängt. Deshalb widme ich bei der Entwicklung der Canvas dieser persönlichen Seite viel Aufmerksamkeit. Dies geschieht in Form einer biografischen Reise, auf die ich meine KlientInnen schicke. Auf dieser Reise werden Talente und persönliche Stärken entdeckt, ebenso Potenziale untersucht. Auch unbewusste Bremser, wie Glaubenssätze und andere Fremdeinflüsse kommen ans Licht und werden eliminiert oder konstruktiv verarbeitet.

Ein weiterer Erfolgsfaktor der Canvas ist die authentische Formulierung der Inhalte. Die Sprache ist das wichtigste Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen KundInnen und durch die Sprache hat man die Möglichkeit, sich vom Mitbewerb erfrischend abzuheben. Mittlerweile durchschauen KundInnen sehr gut, den von Marketingexperten geschliffenen sprachlichen „Einheitsbrei“.

Eine Sprache die zu mir und mein Unternehmen passt, erzeugt Vertrauen und positive Resonanz bei meinen WunschkundInnen.

Jeder Anbieter bewegt sich in seinem spezifischen Marktsegment, der typische Spielregeln hat. Damit sich KundInnen angesprochen fühlen, ist eine, auf diese Spielregeln abgestimmte sprachliche Formulierung der Nutzenversprechen, ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Diese sprachlich authentischen Begrifflichkeiten und Formulierungen werden auf der biografischen Reise entdeckt. Auch deshalb ist diese Phase einer der Knackpunkte bei der Entwicklung der Canvas.

Somit besteht der Entwicklungsprozess aus drei Phasen:

Erstens die Erstellung einer IST-Canvas, zweitens der biografische Teil und drittens die Zusammenführung der Erkenntnisse in eine SOLL-Canvas. Bereits an einem Tag kann man einen „Bauplan“ für das eigene Geschäft entwickeln.

Dieser „Bauplan“ für das eigene Geschäft dient als Vorlage für alle weiteren Aktivitäten. Teure Fehlinvestitionen, wie eine ungenaue Positionierung und daraus resultierende schwammige und ungenaue Marketingbotschaften werden im Vorfeld vermieden.

Es werden die richtigen KundInnen (Buyer personas) mit den auf sie spezifisch formulierten Nutzen angesprochen.

Wie finden mich meine KundInnen?

Eine aussagekräftige Homepage ist aus meiner Sicht das Um und Auf, um erfolgreich zu sein. Darüber hinaus die Präsenz in einschlägigen sozialen Netzwerken. Die Erstellung einer Homepage ist für WebdesignerInnen oft insofern eine Herausforderung, weil ihre KundInnen meist selbst nicht wissen, was sie eigentlich mit ihrer Homepage kommunizieren wollen. Es gibt aus verkaufstechnischer Sicht nichts Schlimmeres, als eine zwar optisch perfekte, aber inhaltlich schwache Homepage. Die meisten Seiten sind reine Selbstdarstellungen.

Wir können, wir haben, wir sind……

Es fehlen klar definierte ZielkundInnen und klar erkennbare Wertversprechen. Die Business Model Canvas kann eine hilfreiche Vorgabe für die Arbeit eines Webdesigners sein. BMC dient als Vorlage für Contentmarketing und Öffentlichkeitsarbeit. Geben KundInnen ihre Suchbegriffe ein, wird man leichter gefunden. Und zwar von den erwünschten KundInnen. Somit bin ich beim Begriff Buyer personas gelandet. Ein wesentliches Element der BMC ist eine klar fokussierte Definition der KundInnen. Dies geht über eine oberflächliche ZielkundInnendefinition hinaus.

Buyer personas haben eine Identität für mich und mein Unternehmen. Sie haben ein „Gesicht“.

Buyer personas stehen im Zentrum meiner Business Model Canvas.

15 Fragen werden abgearbeitet. Vom Alter, Geschlecht, gesellschaftlichen Status bis zur beruflichen Position, werden Buyer personas genau beschrieben. Im Grunde ähnlich dem, was Google und Co mit der Auswertung der Algorithmen macht.

Business Model Canvas definiert in neun Schlüsselfeldern Ihr individuelles Geschäftsmodell und legt die Basis für Ihr erfolgreiches Unternehmen.

Zum Abschluss ein Bild, das BMC gut beschreibt:

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus bauen. Damit Ihr Traum in Erfüllung geht, brauchen Sie einen Bauplan vom Architekten. Dieser Bauplan liegt für alle am Bau Beteiligten sichtbar auf und jeder kann mit einem einzigen Blick darauf, das große Ganze aber auch die einzelnen Details sehen und die entsprechenden Aktivitäten ableiten.

Business Model Canvas bildet einen soliden „Bauplan“ für den Aufbau Ihres Geschäfts.

Biografisches Selbstcoaching, der erste Schritt zu Ihrem eigenen Unternehmen

Shinrin-yoku – Gesundheit aus dem Wald

Shinrin-yoku – Waldbaden

„Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese ist grün“ Hildegard von Bingen 1098 – 1197

1982 prägte das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei den Begriff Shinrin-yoku. Shinrin-yoku heißt: „das Einatmen der Waldatmosphäre“, kurz übersetzt „Waldbaden“.

Shinrin-yoku ist in Japan und Südkorea zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge geworden und hat sich zur sogenannten Wald-Therapie entwickelt. Dafür wurden und werden viele wissenschaftliche Arbeiten in Auftrag gegeben und es kam natürlich das heraus, was wir eigentlich schon immer tief in unserem Inneren wussten:

Ein Aufenthalt im Wald senkt den Blutdruck, regulierte den Puls und vermehrt die Killerzellen. Waldbaden verjüngt, senkt das Krebsrisiko, erhöht die Selbstheilungskräfte und stärkt das Immunsystem.

Der österreichische Buchautor, diplomierte Landschaftsingeneur und Biologe Clemens G. Arvay, brachte mit seinem Erfolgsbuch „Der Biophilia Effekt“ auf beeindruckende und überaus lesenswerte Art und Weise, die Heilungskraft des Waldes einer breiten Öffentlichkeit näher. In seinem zweiten Buch „Der Heilungscode der Natur“ beschreibt er überzeugende Beispiele und bringt den wissenschaftlichen Beweis für die Heilkraft der Natur und des Waldes.

Qing Li, Medizinprofessor von der Nippon Medical School in Tokyo erbrachte den Nachweis, dass in bewaldeten Gebieten weniger Menschen an Krebs sterben als in Regionen ohne Wald. In Japan und Südkorea wird der Aufenthalt im Wald inzwischen ärztlich verschrieben. In Deutschland und Österreich bekommt die Waldtherapie bei der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und in der Krebstherapiebegleitung zunehmend Akzeptanz.

Achtung: Eine Waldtherapie ersetzt keine medizinische Behandlung. Sie fördert jedoch nachweislich den Heilungserfolg.

Shinrin-yoku, das Waldbaden ist einfach und beinahe für jeden möglich. Es geht nicht um sportliche Betätigung, Anstrengung und Leistung, sondern ganz einfach um DA SEIN im Wald, im Park, in der Nähe von Bäumen und Pflanzen. Selbst der Garten hat schon eine positive Wirkung. Schlendern, genießen, atmen, wahrnehmen und vielleicht ein paar Körperübungen, die mit bewusster Atmung begleitet werden.

Ich persönlich suche mir bei meinen Wanderungen im Wald eine schöne Stelle unter Bäumen und mache ganz einfache Yogaübungen im Stehen oder fließende Tanzbewegungen ähnlich dem Qi-Gong.

Nach einer solchen Körperübung, begleitet mit bewusster Atmung, hat man eine viel schärfere Wahrnehmung und einen viel klareren Blick. Probieren Sie es einfach aus.

Bereits ein Aufenthalt von 2 Stunden im Wald erhöht die Leistungssteigerung der Killerzellen nachweislich. Aufenthalte von mehreren Tagen bewirken eine Leistungssteigerung der Killerzellen bis zu einem Monat und mehr.

Zur Erklärung: Killerzellen sind jene Zellen, die Tumor- und Krebszellen „fressen“. Eine Abnahme der Leistungsfähigkeit der Killerzellen erhöht das Krebsrisiko dramatisch.

Von der Stärkung des Immunsystems und anderen positiven gesundheitlichen Auswirkungen einmal abgesehen, sind diese Phänomene absolut kein esoterischer Unsinn. Alle diese Wirkungen wurden und werden wissenschaftliche erforscht und in Studien durch Messungen belegt. Weltweit!

Ein respektvoller Umgang ist wichtig.

Die Möglichkeit in den Wald gehen zu können ist ein Geschenk. Wir sind Gäste des Waldes. Das heißt, dass wir uns auch wie Gäste benehmen sollen. Nichts zerstören, keinen Müll hinterlassen, nicht quer durch den Wald stampfen und keinen Lärm verursachen. Der Wald lebt und rings um uns sind Millionen von Lebewesen, auch wenn wir sie nicht sehen. Diese Lebewesen wollen wir nicht allzu viel stören oder? Auch möchte ich an dieser Stelle für alle WaldbesitzerInnen sprechen, die es nicht gerne sehen, wenn Pilze und Beeren über das erlaubte Maß, sowie Pflanzen, Steine und andere Dinge aus dem Waldes mitgenommen werden.

Es geht beim Waldbaden um das SEIN und nicht um das HABEN.

Wir gehen in den Wald, damit er uns in unserer Selbstheilungskraft unterstützt. Das ist ein großartiges Geschenk, das wir dankbar annehmen.

Das ist mehr als genug.

Als Referentin der Green Care Lehrgänge, an den ländlichen Fortbildungsinstituten in einigen Bundesländern Österreichs, habe ich auch die Chancen erkannt, die sich für LandwirtInnen und WaldbesitzerInnen auftun. Der Wald als Gesundheitsangebot, kann eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit bedeuten und vielleicht das Bauernsterben eindämmen.

Mehr darüber:https://www.lfi.at/?+14+erfolgreiche+Baeuerinnen+und+Bauern+schlossen+am+29.+Juni+den+Green+Care++ndash++Zertifikatslehrgang++bdquo+Gesundheit+foerdern+am+Hof+ldquo++erfolgreich+ab+&id=2500%2C1362721%2C%2C

Beispiele: Green Care Auszeithöfe unter: http://www.greencare-oe.at/geen-care-auszeithof+2500+2440189

 

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