Kategorie: Mutkompetenz

Pack es an und coach dich selbst

In den letzten Jahren coache ich zunehmend Menschen, die sich in einer beruflichen und persönlichen Veränderungsphase befinden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das KundInnenprofil in folgenden Punkten übereinstimmt.

Alter 45 Plus, weiblich, bestens ausgebildet und sehr erfolgreich.

(Foto:WKO)

Warum kommen ausgerechnet diese Frauen zu mir?

Ganz einfach ausgedrückt.

Sie haben die Nase voll.

Warum?

Weil sie nicht ihren Fähigkeiten entsprechend wertgeschätzt werden, weil sie sich schlecht verkaufen können, weil sie von Kollegen, leider auch von Kolleginnen gemobbt und ausgetrixt werden, weil sie ihre Ideen nicht umsetzen dürfen, weil Sie nicht „nein“ sagen können,  weil sie kurz vor dem Burn-out stehen. Weil sie sich beruflich verändern wollen. Weil sie den Sinn ihrer Arbeit nicht mehr sehen, weil sie sich selbstständig machen wollen.

Viele Jahre haben sie mitgespielt, brav hinuntergeschluckt und die, meist von Männern festgesetzten Spielregeln, im schweigenden Groll akzeptiert.

Warum landen wir immer und immer wieder in denselben beruflichen Situationen und warum spielen wir widerspruchslos mit und reden uns noch dazu ein, dass es genauso sein muss, weil man sonst „draußen“ ist.

Meine Antwort darauf: „Es sind biografische Prägungen, die unser Verhalten, unser Selbstvertrauen und nicht zuletzt alle unsere beruflichen Entscheidungen unbewusst beeinflussen.

Fazit: Irgendwann geht es einfach nicht mehr und die Rückenschmerzen durch das ständige „Verbiegen“ sind nicht mehr auszuhalten.

Die Ursachen dieses selbstzerstörerischen Verhaltens erforsche ich nun seit über 15 Jahren und habe neben den beiden Büchern Rucksackgeschichten®, die diese Themen beleuchten, 2016 die Ausbildung zur Biografiebegleiterin gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass die Biografie einer Person unbewusst auf den beruflichen Kontext Einfluss nimmt. Damit jede Frau und jeder Mann die Möglichkeit hat, diesen Einflussfaktoren auf die Schliche zu kommen, entwickelte ich ein mehrphasiges Coachingpaket zu einem leistbaren Preis.

Die erste Phase des Coachings kann von den KlientInnen in Eigenregie durchgeführt werden. In einem, von mir entwickelten „Arbeitsbuch für Erwachsene“, durchläuft die sich selbst coachende Person einen strukturierten biografischen Erkenntnisprozess. Dabei kommen sowohl innere Bremser als auch verborgene „Schätze“, wie Talente, Fähigkeiten und Stärken ans Licht.

Zum Coachingpaket

„Allein den inneren Bremsern auf die Spur zu kommen, würde einen längeren teureren Coachingprozess in Anspruch nehmen.

 

Dieses Coachingpaket ist eine bewusst niedrig gehaltene Einstiegshürde und soll Lust auf MEHR wecken.

Beim Auswertungsgespräch gehe ich mit meinen KlientInnen gerne in die Natur. Um das, was in diesem Selbstcoachingprozess in Bewegung gekommen ist, beim Gehen in einen kreativen weiterführenden Prozess zu bringen.

Wenn das Leben Veränderung braucht, ist die Natur eine starke Gefährtin.

Nach diesem Auswertungsgespräch ist manches klarer geworden und es können mitunter Ziele formuliert werden. Natürlich kann nach dieser ersten Phase auch aus dem Prozess ausgestiegen werden oder, was häufiger vorkommt, dieser verschoben werden, weil sich durch die Erkenntnisse des Selbstcoachings die Sichtweisen verändert haben und neue Voraussetzungen, vielleicht Strukturen, geschaffen werden müssen. 90% meiner KundInnen sind Frauen. Nicht nur Unternehmerinnen, sondern auch Frauen, die sich beruflich neu orientieren wollen. Der Umstand, dass ich selbst mehrere Unternehmen geleitet, gegründet, begleitet und mitaufgebaut habe, ist ein großer Vorteil.

Auch mich begleitet permanente Veränderung schon das ganze Leben.

Life begin’s out of your Comfortzone

Fazit: Berufliche, sowie auch private Themen und Herausforderungen werden mit der eigenen Biografie in Zusammenhang gebracht, woraus wertvolle Pläne für die Zukunft gemacht werden können. Das begeisterte Feedback der KundInnen spricht für sich.

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Kann der Einzelhandel überleben? Ein Erfahrungsbericht

„MARKTSTANDLERIN“ WAR ICH NOCH NIE. Viele Rollen habe ich in meinem Leben schon ausprobiert und wertvolle Erkenntnisse daraus gewonnen aber „Marktstandlerin“ war ich noch nie. Meine nähere Umgebung reagierte etwas konsterniert auf meine Ankündigung, mich zwei Wochenenden – insgesamt sechs Tage – auf einen Adventmarkt zu stellen.

 

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Wie es dazu kam:

Im vergangenen Jahr stellte ich ein überarbeitetes Unternehmenskonzept auf die Beine und begleitete auch den Aufbau des Unternehmens meines Sohnes. Darüber hinaus übernahm ich die Vertretung edler Geschenks- und Designprodukte einer Tiroler Manufaktur. Trotz massiver Bewerbung in Zeitungen und auf Facebook ließen die KundInnen auf sich warten bzw. sie nahmen mich einfach nicht wahr.

„Nun, wenn die KundInnen nicht zu mir kommen, dann komme ich eben zu ihnen“.

Der Adventmarkt in Stift Rein bei Graz kam mir da als Möglichkeit gerade recht.

Sechs Tage Auszeit in der Kälte

Nach der Besichtigung meines Standplatzes waren sofort zwei Dinge klar: Erstens, der Platz war strategisch perfekt, die BesucherInnen mussten zweimal daran vorbei und zweitens, der Platz war „arschkalt“ und zugig, denn er befand sich im Stiegenaufgang zu den geheizten Prunksälen, die jedoch mit der Weihnachtsausstellung eines Blumencenters belegt waren. Das Angebot, in wärmere Gefilde, dafür aber direkt neben der übergroßen Konkurrenz umzuziehen, lehnte ich ab.

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Ich entschied mich gegen Bequemlichkeit, für Strategie, Polarkleidung und Heizstrahler.

Tag 1: Gleich nach der Eröffnung verkaufte ich einem jungen Mann eineTrinkflasche mit der Aufschrift „Liebe“. Ein gutes Zeichen das mir signalisierte: Meine, für so einen Markt eher teuren Produkte kommen gut an. Für mich war klar.  Ich musste mir etwas einfallen lassen, damit die BesucherInnen mich wahrnehmen: Erlebnisfaktoren schaffen, die Leute in unverbindliche Gespräche verwickeln, die Produkte begeistert präsentieren, um Begehrlichkeit zu wecken. An meinem Stand konnte man die Produkte befühlen, daran schnuppern, die Bücher durchblättern, eine Karte aus den „Fingerzeigen“ ziehen und Erklärungen dazu lesen. Ohne Kaufdruck. Immer wieder sagte ich, dass dies alles ohne Verpflichtung möglich ist. Mein Stand sollte ein Erlebnisstand sein, um mich, mein Unternehmen und das Unternehmen meines Sohnes kennenzulernen. „By the way“ verkaufte ich.  Was ich in Coachings und Seminaren immer „predige“ funktionierte tatsächlich.

Tag 2: Als ich ankam, standen schon BesucherInnen vor meinem Stand, ich hatte noch nicht einmal ausgepackt, verkaufte ich bereits. An diesem Tag kam ich kaum weg von meinem Platz und am Abend war ich gerädert. Der Umsatz übertraf alle meine Erwartungen. Bevor die Leute in die warmen Prunkräume kamen, ließen sie bei mir schon einiges an Geld.

Das wärmte an diesem kalten Ort.

Tag 3 Langsam gingen mir die Produkte aus. „Toll, wie die ankommen“. Aber auch nur deshalb, weil ich die Geschichte zu den einzelnen Dingen erzählte: Wer sie herstellt, wo sie erzeugt werden, wer die Künstlerin ist. Ich plauderte über meine Pilger- und Wanderreisen und weckte auf diesem Weg das Interesse für meine Bücher Rucksackgeschichten. Vor allem aber hörte ich zu. Am Abend hatte ich einige Lebensgeschichten gehört und Menschen ermutigt. Ein schönes Gefühl.

Das erste Wochenende war vorbei und ich musste Produkte nachbestellen!

Das zweite Wochenende:

Tag 1: Den Stand komplett neu dekoriert. Produkte, die sich am ersten Wochenende nicht so gut verkauften, wurden in den Mittelpunkt gerückt. Mein Sohn befüllte Zirbensäckchen mit frischen Zirbenspänen, die ich als Eyecatcher positionierte. Der Stiegenraum duftete nach Zirbe und mein Stand lud wiederum zum Verweilen ein.

Tag 2: Was passiert, wenn ich passiv bin? Da ich ohnehin kaum mehr etwas zu verkaufen hatte, setzte ich mich hinter meinen Verkaufstisch spielte mit meinem Smartphone. Die Leute gingen vorbei, ohne stehenzubleiben. Ein flüchtiger Blick, aber nur wenige blieben stehen. Erkenntnis: Eyecatcher sind zu wenig. Es braucht das persönliche Engagement.

Tag 3: Mein Ziel war es, so wenig wie möglich mit nach Hause zu nehmen. So aktivierte ich mich wieder und verkaufte sozusagen die restlichen Waren, sowie einige Bücher und verteilte jede Menge Visitenkarten. Die Umsätze an meinem Stand konnten sich sehen lassen und der Gewinn auch.

Fazit:

Verkaufen im Einzelhandel erfordert vollen persönlichen Einsatz. Präsentationsgeschick, Kommunikationsstärke, Empathie und echte Freude am Tun. Man muss zuhören können, aber auch passende Fragen stellen. Die schwierige Gratwanderung zwischen aktiver Kundenansprache und einladender Zurückhaltung, stellt die größte Herausforderung dar. Nach drei Tagen wusste ich, wen kann ich ansprechen, wen soll ich in Ruhe lassen. Dies erfordert Beobachtungsgabe und Wahrnehmungsvermögen. Hat man das einmal geübt, merkt man bald, welche KundInnen kaufbereit sind und welche nicht.

Gerade höre ich im Radio, dass der Online-Handel massiv zugenommen hat.

EinzelhändlerInnen können diesem Trend nur mit höchstem persönlichen Engagement entgegentreten, indem sie ihren KundInnen Einkaufserlebnisse schaffen. Der Online-Handel hat die Rolle der Bedarfsdeckung längst übernommen. Deshalb muss der Einzelhandel jene Aufgaben abdecken, die der Online-Handel nicht bieten kann. KundInnen sollen wie liebe Gäste und nicht wie UmsatzbringerInnen behandelt werden. VerkäuferInnen müssen sorgfältig ausgewählt bzw. neu geschult werden. Sie müssen wissen wie sie Begeisterung FÜR etwas wecken. Sie müssen Empathie zeigen und Begehrlichkeit für ihre Produkte wecken können. Dies bedarf einer geschickten Präsentation und die Schaffung von Begeisterungsfaktoren im Geschäft. Alle Sinne sollen angesprochen werden, denn diese sind durch das Internet bereits abgestumpft. Das Wichtigste dabei ist aber immer noch Freude und Heiterkeit  und nicht zuletzt ehrliche DANKBARKEIT für den Kunden, die Kundin.

VerkäuferIn im Einzelhandel ist kein Ersatzberuf, sondern eine hochqualifizierte Tätigkeit, die vollen Einsatz erfordert.

Selbstbewusst sein und Preise durchsetzen

Vortragsmitschrift anlässlich des EPU Tages am 10.9.2016 Wirtschaftskammer Steiermark Saal 4 mit Ingeborg Berta Hofbauer

Schauplatz 1:

Ich komme in ein kleines Geschäft mit Accessoires und Designkleidung. Kein Billigladen wie man sich vorstellen kann. Da entdecke ich einen kleinen Tagesrucksack aus handgewebtem Leinen mit einer Bestickung eines meiner Lieblingszitate. Ein Unikat und schweineteuer.  Und trotzdem. Alles in mir ist auf „willhaben“ eingestellt und ich kaufe. Ich kaufe, denn dieser Rucksack bringt nicht nur eine innere Sehnsucht zum Schwingen, sondern erfüllt auch meinen Wunsch nach Individualität und Extravaganz.  Zwischen mir und dem Produkt wurde eine Resonanz erzeugt, der ich mich unmöglich entziehen konnte, vor allem nicht wollte.

Schauplatz 2:

Sie sind Unternehmerin und verkaufen ein Produkt oder eine Dienstleistung und Sie haben das große Glück sich spontan bei einem potenziellen Käufer zu präsentieren. Sie haben zwei Minuten Zeit Resonanz bzw. Begehrlichkeit zu erzeugen. Können Sie das?

Die Erfahrung aus vielen Vorträgen, wo ich den sogenannten Elevator Pitch oder die Liftübung gerne zum Einstieg mache, hat mir folgendes bestätigt:

Die meisten reden zwei Minuten lang wer sie sind und was sie können und dem Gegenüber friert langsam das Gesicht ein. Im Anschluss können die „KundInnen“ aus diesem Rollenspiel meist nicht sagen, welchen Nutzen sie erkannt haben, von erweckter Begehrlichkeit ganz zu schweigen. Was folgt daraus? Es wird vom Kunden logischerweise die Frage nach dem Preis gestellt, um danach mit einem selbstzufriedenen Gesichtsausdruck sagen zu können: “ Zu teuer“.

Es beginnt mit der richtigen Einstellung

Einstellung 1: Unsere Beziehung zu Geld und zu unserem Selbstwert

Hier müssen wir sehr früh anfangen. Wie war das z.B. mit Ihrem Taschengeld? Haben Sie eines bekommen? Wenn ja, mussten Sie dafür etwas tun? Meine Kinder bekamen ein „bedingungsloses“ Grundtaschengeld, mit dem sie machen konnten was sie wollten. Sie sollten von Beginn an das Gefühl haben sie sind etwas wert und sie können selbstbestimmt über einen Betrag verfügen. Dieser Betrag war nicht sehr hoch, denn es bestand die Möglichkeit für kleine Hilfsleistungen Provision zu bekommen. Das funktionierte hervorragend. Ersparte Neid und Streit und motivierte.

Einstellung 2: Unsere Glaubenssätze zum Thema Geld

Ich höre immer wieder: “Ich hasse es zu verkaufen, das bin ich nicht“. Natürlich sind Sie das nicht, Sie können höchsten die Rolle einer Verkäuferin übernehmen und darin das Richtige machen. Und überhaupt. Was wir benennen können sind wir nicht: wir sind nicht unser Auto, wir sind nicht unser Geld, wir sind nicht unser Bankkonto.

„Ich tu mir schwer Geld für meine Leistungen zu verlangen“. Dahinter steht ebenfalls eine sehr alte Geschichte. Wenn Sie sich von klein auf abgemüht haben Liebe zu bekommen und der Erhalt dieser Liebe mit erbrachter Leistung in Zusammenhang gebracht wurde, sollten Sie schleunigst an diesem Glaubenssatz arbeiten.

„Es geht nur um den Preis“, „wenn ich zu teuer bin, können sich viele Menschen meine DL/Produkt nicht leisten“.  Kehren Sie an dieser Stelle zurück an die beiden eingangs beschriebenen Schauplätze und denken Sie einmal darüber nach.

Das Rezept:

„Ich bin selbstbewusst und von meiner Leistung überzeugt. Ich finde/habe genau die KundInnen, die meine Leistung brauchen und meinen Preis bezahlen.“

Ich verordne Ihnen, sich diesen Glaubenssatz morgens, mittags und abends 3x vorzusprechen. Am besten vor einem Spiegel und lächeln Sie sich liebevoll dabei zu. Ich garantiere Ihnen positive Nebenwirkungen.

Singen Sie vor dem richtigen Balkon oder anders ausgedrückt wer sind Ihre KundInnen?

Arbeiten Sie folgende Aufgaben konsequent ab

  • Machen Sie eine Analyse Ihrer WunschkundInnen.
  • Basierend auf den Erfahrungen Ihrer bestehenden und früheren KundInnen.
  • Was waren deren Bedürfnisse und wie konnten Sie diese erfüllen?
  • Machen Sie ein Selbstcoaching und positionieren Sie sich als Person Unternehmen und Ihrem Angebot  Selbstcoachinfragen anfordern!
  • Entwickeln Sie ein klares Nutzenprofil, ausgehend von der Situation Ihrer WunschkundInnen und den daraus entstehenden Bedürfnissen.

Treten Sie in Erscheiung

  • Über soziale Medien
  • Blog
  • Pressetexte
  • Persönlich auf Veranstaltungen
  • Investieren Sie in eine professionelle Homepage. Das Geld ist es wert!

Und vor allem. Machen Sie es anders als alle anderen

  • Machen Sie sich „begehrenswert“ um Begehrlichkeit zu erzeugen
  • Definieren Sie einen klaren Verkaufsprozess. Wie weit ist Beratung kostenlos und wann fängt die Uhr an zu ticken. Das kommunizieren Sie klar Ihren KundInnen.
  • Unterscheiden Sie Einwände von Vorwänden
  • Holen Sie, bevor Sie sich auf eine Preisdebatte einlassen eine bedingte Zusage
  • Das heißt: überprüfen Sie, wie ernst es dem Kunden ist bei Ihnen zu kaufen
  • Setzen Sie Ihre Grenzen schon vor einem Verkaufsgespräch
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Einwände vor.
  • Es gibt nur fünf davon:
  1. Preis
  2. Produkt/DL
  3. Anbieter
  4. Bestehende Verträge
  5. Budget
Mehr darüber morgen um 11 Uhr Saal 4 Wirtschaftskammer Steiermark EPU-Tag.

A wie Akquise - ein Workshop der Reihe GREEN SPIRIT

 

Mut zum eigenen Traum – Erfahrungen einer Autorin

Wer „keinen Namen“ hat und in den Medien nicht präsent ist, hat in Österreich keine Chance, in gewisse Kreise aufgenommen zu werden. – Oder doch?

Gedanken zur Buchmesse Leipzig 2016

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Eine frischgebackene Autorin marschiert mit ihrem Erstlingswerk selbstbewusst in eine Buchhandlung und möchte den Geschäftsführer sprechen. Dieser signalisiert mit jeder Faser seines Körpers sein Bemühen, die Dame möglichst rasch wieder loszuwerden. Seine Mimik spricht Bände, während er das Buch als Daumenkino benutzt und die Seiten rasant durchblättert.

„Wissen Sie, nicht dass Sie mich falsch verstehen, aber Sie haben halt keinen Namen“, sagte der Buchmensch von oben herab.

Die Autorin ist irritiert-schließlich hat sie sich doch gerade mit Vor- und Nachnamen vorgestellt.“Es lassen sich heutzutage nur mehr Bücher von bekannten Autoren verkaufen. Es sein denn, Sie werden in den Medien besprochen, sind Spitzensportler, Spitzenkoch oder sonst irgendein ein Star.“

Selbst für Schmankerln wie kostenlose Lesungen, Übernahme der Marketing- und Werbekosten etc. bleibt der gute Mann gänzlich unempfänglich. Er hat kein Interesse an einer unbekannten Autorin. Sein Entscheidungskriterium ist der Gewinn, den er mit einem Buch machen kann und diese Möglichkeit schließt er mit dieser „namenlosen“ Autorin von vorn herein aus.

Diese Geschichte ist lediglich ein Beispiel von vielen. Wenn Sie sich jemals irgendwo als Künstler oder Künstlerin, als Berater oder freischaffender Kreative beworben haben, können Sie diese Szene der Autorin und des Buchmannes mit Leichtigkeit auf Ihr eigenes Betätigungsfeld übertragen.

Auf den ersten Blick erscheint diese Situation irgendwie verfahren: Wer bekannt ist, wird wohl kaum „Klinkenputzen“ gehen und wer unbekannt ist, der bekommt keine Chance. Also muss irgendwo dazwischen der Schlüssel liegen, der das Tor zur Bekanntheit, zu einem „Namen“, aufschließt. Diesen Schlüssel gilt es zu finden!

Der symbolische Buchmann ist nicht das Problem! Er erfüllt lediglich seinen eigenen Part in dem Spiel- und so gesehen ist sein Vorgehen durchaus nachvollziehbar und in Ordnung. Jammern, schimpfen, Frust und letztendlich Resignation „man hat eh keine Chance, deshalb lasse ich es einfach sein“ bringen einem da auch nicht wirklich weiter. Die Aufgabe, vor der alle „Namenlosen“ stehen, sobald sie diesen Zustand ändern möchten, lautet nicht: „Wie zwinge ich mein Gegenüber im Rahmen der österreichischen Rechtsordnung dazu, mein Projekt zu „kaufen“?“, sondern:

„Wie bringe ich die potenziellen Kunden und Kundinnen dieser Person dazu, nach meinem Projekt zu fragen?“

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Die Erkenntnis, die Sie aus einer solchen urprünglich äußerst demotivierenden und mitunter sogar demütigenden Szene erlangen können, ist in Wahrheit unbezahlbar-wenn Sie sie nutzen!

Sie werden es schon geahnt haben. Ich war diejenige, die so „naiv“ (französisch naif = kindlich, ursprünglich) war und diese Erfahrung mit ihrem Erstlingswerk gemacht hat. Diese Erfahrung hat mich zu einer geänderten Fragestellung geführt:

„Was muss ich tun, dass die Kundinnen und Kunden des Buchhändlers nach meinem Buch fragen?“.

Daraufhin habe ich meine Verkaufsstrategie für mein erstes Buch geändert. Innerhalb von 6 Monaten verkaufte ich 1000 Stück. Ich habe zwar noch immer keinen „Namen“, aber ich habe immerhin mit diesem Verkaufserlös mein zweites Buch finanzieren können, das ich in einem Verlag herausbringen konnte und dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesser steht. Rucksackgeschichten – Anleitung zur Mutkompetenz

Die Erfahrungen, die ich bei der Vermarktung meines ersten Buches, Rucksackgeschichten – Anleitung zum Selbstcoaching gemacht habe, sind in einem Selbstcoaching Katalog eingeflossen, der inzwischen von vielen Menschen angefordert wird, die ebenso in „Erscheinung“ treten wollen.

Mein zweites Buch Rucksackgeschichten soll Mut machen die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Viele Geschichten von meinen Solowanderungen kreuz und quer in Europa und viele Geschichten von meiner Arbeit als Beraterin sind darin erzählt. Tipps für den Aufbau eines eigenen Business ergänzen das Lesevergnügen.

Ihre Ingeborg Berta Hofbauer Autorin und Gründerin der Marke Rucksackgeschichten®

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Businesstrip oder Pilgerreise?

Abschrift des Verlagsblogs Novumverlag

Proviant und Ballast aus ihrem eigenen Leben hat Novum Autorin Ingeborg Berta Hofbauer geschickt in ihrem Buch „Rucksackgeschichten” verpackt. Wer lernen will, wie Mut geht, wirft einen Blick in die Anleitung zur Mutkompetenz.

„Ich danke allen, die versucht haben, mich zu entmutigen, denn durch sie habe ich den Mut bekommen, meinen Weg zu gehen, meiner inneren Stimme zu vertrauen und mein Potenzial zu erkennen.“ Das Patent für das Wort „Mutkompetenz“ hat Ingeborg Berta Hofbauer mit ihrem Buch „Rucksackgeschichten“ erworben. Die Autorin schildert auf 148 Seiten, wie ihr der Brückenschlag von der Karrierefrau zur Pilgerin gelungen ist und wie man die innere Mitte findet, ohne dabei die Balance zu verlieren.
Um Frieden zwischen ihren, wie sie selbst sagt, „zwei Seelen“ stiften und unvereinbare Wünsche doch noch einen zu können, musste sie allerdings erst zwei spirituelle Pfade beschreiten – ihren Lebensweg und den Jakobsweg, vom Fuße der Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Was ihre Pilgerreise sie gelehrt hat, gibt die Unternehmensberaterin und Reisebegleiterin in ihrem Buch speziell jenen Lesern weiter, die ihren Weg schon gefunden haben, aber immer noch nach der Richtung fragen. In ihren Rucksackgeschichten teilt Hofbauer Alltagsballast, Reiseproviant aus dem Berufs- und Gepäck aus dem Freizeitleben mit Mitreiseanwärtern. Seite für Seite gewährt die novum Neuautorin Einblick in ihren Erfahrungsschatz und lehrt dabei nicht nur viel übers Annehmen, Loslassen, Anpacken und Glücklichsein, sondern auch über Skills, die helfen, Alltägliches zu meistern. Bezugnehmend auf Episoden aus ihrem eigenen Leben verrät sie so zum Beispiel, wie man mit den richtigen Kommunikations-, Verkaufs– und Vermarktungstricks an sein persönliches Ziel kommt und Träume verwirklicht. Rucksackübungen am Ende jedes Kapitels erheben den neuen Wissensfundus vom Theorie- in den Praxisstatus.

Wer zwischen den Zeilen liest, wird aber schnell erkennen, dass das neue Anwendungswissen wesentlich weiter reicht als nur bis zu Daily Routine Management Tools.

Indem Ingeborg Berta Hofbauer ihre Schüler anweist, ihre Träume statt in ein „Entweder-Oder“-Denken in ein „Sowohl-als-auch“-Schema zu betten, macht sie Mut zu neuen Denkmustern. Destruktiven Glaubenssätzen wie „Ich habe keine Zeit“ nimmt sie mit eloquenter Einfachheit den Schrecken:

„Bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass Zeit das einzige Gut ist, das gerecht verteilt ist. Jeder Mensch hat 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Somit ist der Glaubenssatz „Ich habe keine Zeit“ falsch. Eine gute Möglichkeit, sich selbst auf die Spur zu kommen, ist, das Wort „Zeit“ durch das Wort „Leben“ auszutauschen. Klar und ehrlich ist Ihre Aussage, wenn Sie formulieren: „Ich habe keine Zeit für…“ Damit signalisieren Sie deutlich, dass Sie andere Prioritäten haben, und um diese geht es letztendlich.“

Ihr Wissen über den Wert von Zeit, Tempo und Entschleunigung, das sie unter anderem auf ihren Pilgerreisen erlangt hat, fließt auch in die dazu passende Rucksackübung ein, die Sie am besten gleich selbst in der Praxis testen:
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„Die Dyade oder der Tiefendialog“

Schreiben sie die folgenden Sätze auf zwei Zettel. Einen davon geben Sie Ihrem Partner.
• „Sag, für wen oder was in deinem Leben möchtest du mehr Zeit?“ „Danke!“
• „Sag, wer oder was hindert dich daran, diese Zeit zu finden?“ „Danke!“
• „Sag, was musst du tun, um diese Hindernisse zu überwinden?“ „Danke!“
• „Sag, welche Entscheidungen musst du dafür treffen?“ „Danke!“
Spielregel:
Suchen Sie einen ungestörten Platz oder gehen Sie spazieren. Lesen Sie den ersten Satz vor und lassen Sie den Anderen ungestört sprechen. Unterbrechen Sie nicht, sondern hören Sie schweigend zu. Ihr Partner gibt Ihnen ein Zeichen, dass er fertig ist. Daraufhin sagen Sie „Danke“ und lesen den nächsten Satz vor, hören zu und nachdem Ihr Partner fertig ist, sagen Sie wieder „Danke“ und lesen den dritten, dann den vierten Satz vor. Sind Sie mit allen vier Sätzen durch, tauschen Sie die Rollen. Nun sind Sie an der Reihe zu antworten und Ihr Partner liest die Sätze vor. Sobald Sie den ersten Durchgang beendet haben, tauschen Sie wieder die Rollen und wiederholen Sie denselben Vorgang noch zwei weitere Male. Jeder von Ihnen geht dreimal komplett die gesamte Übung durch.
Sie werden sehen, wie umfangreich man ein Thema auf diese Weise beleuchten kann und zu welchen tiefen Erkenntnissen man kommt.
Diese Übung können Sie zu jedem beliebigen Thema machen, wenn Sie die Fragestellung nach dem obigen Muster konstruieren.
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Noch mehr Übungen, die Mut zum Zuhören, zur Offenheit, zum Sich-Ausprobieren – kurzum: zum Leben – machen, finden Sie in Ingeborg Berta Hofbauers Buch „Rucksackgeschichten“.

Ich will niemals groß werden!

In meinem Mut-Blog stelle ich Bücher über und von Persönlichkeiten vor, die im Laufe meiner persönlichen Entwicklung MutmacherInnen waren.

Die Heldin meiner Kindheit: Pippi Langstrumpf

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„Ich will niemals groß werden. Große Menschen haben niemals etwas Lustiges. Sie haben nur einen Haufen langweilige Arbeit und komische Kleider und Hühneraugen und Kumminalsteuern.“ „Kommunalsteuer heißt es“, sagte Annika. „Ja, der gleiche Unsinn ist es in jedem Fall“ sagte Pippi.

(aus Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren)

Ich kann von Glück sagen, dass Mutter mich, ab meinem 5. Lebensjahr (ich konnte bereits mit 5 Jahren fließend lesen) mit Büchern versorgte. Das war der Beginn meiner Lesesucht. 3-4 Bücher pro Woche verschlang ich und wenn meine Freundinnen vor der Haustüre standen, um mich zum Spielen abzuholen, ließ ich mich verleugnen oder spielte auf krank, um lesen zu können. Meine Bücher waren meine besten Freunde – auch heute noch. Ich habe sie alle aufgehoben. Die vielen Abenteuergeschichten von Enid Blyton und andere Kinderbücher. Wobei Abenteuergeschichten mein Lieblingsgenre war – damals wie heute. Mein Dachboden ist voll mit den Büchern von damals. Von ihnen werde ich mich niemals trennen können.

Doch ein besonderes Buch steht nach wie vor in meiner Bibliothek. „Pippi Langstrumpf“. Die  große Heldin meines Kinderuniversums. Abgegriffen, da unzählige Male gelesen. Die Geschichten von einem unangepassten Mädchen, das alles machte, wozu es gerade Lust hatte, das frei und unabhängig war und ihren Reichtum dafür verwendete anderen zu helfen, und um Spaß zu haben. Ach wie liebte ich diese Geschichten.

Herrlich unpädagogisch und incorrectness

„Und wie kannst du überhaupt verlangen, dass ein kleines Kind, das eine Mutter hat, die ein Engel ist, und einen Vater, der Negerkönig ist, und das sein ganzes Leben lang auf dem Meer gesegelt ist. immer die Wahrheit sagen soll“

Pippi wirbelte die spießige Gesellschaft der kleinen Stadt in der sie lebte  ordentlich auf und zeigte den beiden wohlerzogenen und angepassten Nachbarskindern Annika und Thomas was Mut ist und worauf  es im Leben wirklich ankommt.

Pippi Langstrumpf weckte in mir eine unstillbare Sehnsucht. Die Sehnsucht nach einem freien und selbstbestimmten Leben.

Diese Sehnsucht begleitete mich über mein ganzes Leben und es gelang mir sie erfolgreich über zwei Jahrzehnte zu überhören. Ich hatte mich dem traditionell geprägten, gesellschaftlich anerkannten Leben auf dem Land angepasst und fand mich schlussendlich als Gefangene darin wieder.  Bis ich es irgendwann nicht mehr aushielt, die meisten Spielregeln brach, um auszubrechen und neu anzufangen. Diesen Prozess habe ich in meinem ersten Buch niedergeschrieben.

Rucksackgeschichten – Aufbruch in ein gelungenes Leben mit leichtem Gepäck

Weitere 10 Jahre vergingen, um wirklich frei zu sein.

Frei von Existenzängsten, frei von alten Denkmustern und Glaubenssätzen, frei davon, Anerkennung wichtiger Bezugspersonen zu bekommen. Auch frei davon,  den eigenen Selbstwert über einen Mann zu nähren, frei vom gängigen Mutterbild, frei vom gängigen Tochterbild. Frei zu entscheiden, für wen ich arbeite und für wen nicht und diese Entscheidung nicht vom Geld abhängig zu machen, sondern vom eigenen Wertekodex.

Pippi, meine Heldin aus frühen Kindertagen ist wieder bei mir eingezogen. Die das Leben feiert und das macht, wozu sie selbst Lust hat. Mit einem großen Herz für Schwache, Unterdrückte, weniger Privilegierte und  Hilfesuchende. Sie macht mir immer wieder Mut eingefahrene Sichtweisen zu ver-rücken.

„Vor allen Dingen möchte ich mir ein Klavier kaufen.“ „Ja, aber Pippi“, sagte Thomas. „Du kannst ja wohl nicht Klavier spielen!“ „Wie soll ich das wissen, wenn ich es noch nie versucht habe?“ sagte Pippi. „Ich habe niemals ein Klavier gehabt, auf dem ich es probieren konnte. Und das will ich dir sagen, Thomas, Klavier spielen ohne Klavier, dazu braucht man eine ungeheure Übung bis man es kann.“

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Rucksackgeschichten bestellen unter: Zur Buchbestellung

Ingeborg Berta Hofbauer

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