Kategorie: Dies und Das (Seite 1 von 2)

Brich auf, wenn der Ruf dich ereilt

Lebensübergänge bringen oft tiefgreifende Veränderungen mit sich. Es ist der Ruf des Lebens an uns, dem wir uns zu stellen haben.

Ein Übergang ist der Ort, an dem der Wald die Wiese ruft und die Wiese dem Wald antwortet.“ (Natalie Knapp „Der unendliche Augenblick“

In der Biologie nennt man den Raum zwischen zwei ökologischen Systemen „Ökoton“. Ein Ökoton ist ein ökologischer Spannungsraum, z.B. zwischen Wiese und Wald, Wüste und Oase oder Meer und Küste. Es greifen zwei ökologische Systeme ineinander und bilden einen eigenen Lebensraum, in dem Pflanzen und Tiere existieren, die sich nirgends sonst zu Hause fühlen.

Diesen Vergleich mit der Natur kann man direkt auf unser Leben übertragen. Das Leben ist eine Abfolge von Übergängen und jeder dieser Übergänge birgt ein hohes Maß an Spannung. Beginnend mit der Geburt. Die Mutter, das ungeborene Kind und alle Anwesenden stehen unter Hochspannung. Die Pubertät. Wer selbst Kinder großgezogen hat weiß, wie spannungsgeladen das Zusammenleben mit heranwachsenden Jugendlichen ist. Hochzeiten, Trennungen, Krankheiten, Jobwechsel, die Wechseljahre, Pension und nicht zuletzt das Sterben.

Das Vorbild der Natur soll uns Hilfe sein und zeigen, wie wir Übergänge in unserem Leben meistern können. Denn in den meisten Fällen wird ein Übergang als Bedrohung empfunden. Man klammert sich an alte Verhaltensmuster und den gewohnten Lebensentwurf, während uns das Neue ruft, mitunter sogar überfällt. Übergänge sind Krise und Chance in einem.

Eine Krise bietet die Chance sich das Leben zurückzuholen. (Natalie Knapp „Der unendliche Augenblick“

Ein weiteres schönes Bild ist die Brücke. Mit ihrer Hilfe überwinden wir Schluchten und Flüsse.

Bau dir deine Brücke, wenn du vor einem Übergang stehst.

1. Loslassen – und aufhören, alles kontrollieren zu wollen. Akzeptieren, dass man vor einem Übergang steht.

2. Mut – und die Kraft zur Veränderung, die diesem Mut innewohnt.

3. Selbstfürsorge – in sich hineinhören, genau darauf achten, ob mein Herz meinen Entscheidungen zustimmt.

4. Die Komfortzone verlassen – und das Vertrauen, dass alles gut ist, was mir begegnet.

5. Liebe geben und Liebe empfangen. Hilfe annehmen, ohne schlechtes Gewissen.

Ein Übergang ist immer auch ein kleines Sterben.

Denken wir an die Metamorphose des Schmetterlings. Lässt man sich mutig auf diesen Prozess ein, werden schlummernde Potenziale plötzlich freigesetzt und Neues kann entstehen. Übergänge bergen Schöpfungsenergie in sich und hohes Entwicklungspotenzial. In Übergangsphasen ist uns das Göttliche nah.

Der Weg  der Veränderung

Der Imagoeffekt

Am Anfang steht die Vorstellung:

Ein klares BILD von dem, was ich wirklich von HERZEN will, wo ich mein TALENT voll entfalten kann und ich BEZIEHUNGEN finde, die nährend und gedeihlich für mich sind. ERFOLG, als Folge meiner Gedanken, Worte und Werke und ein GELINGENDES Leben.

Verborgene Schätze finden und heben:

TRÄUME in ZIELE verwandeln. Nach den eigenen Schätzen schürfen und nach Perlen tauchen. Finden, was immer schon da war und Potenziale entwickeln. WIRKUNG setzt ein.

Die Verwandlung setzt ein:

Ins recht Licht gerückt und SICHTBAR sein. SELBSTBEWUSST, um den eigenen WERT wissend. ERFOLG, als Folge von richtigen ENTSCHEIDUNGEN. Ein GELINGENDES Leben nimmt RAUM.

Zur Hilfe beim Brücken bauen in Lebensübergängen

Selbstcoaching im Rahmen eines Coachingspaketes!

 

GründerInnen und UnternehmerInnen brauchen einen Bauplan

Fachkompetenz allein genügt nicht, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

Deshalb lautet meine erste Frage an meine KundInnen immer:

Wer sind Ihre KundInnen und welchen Wert bieten Sie ihnen?“

Ein Blog von Ingeborg Berta Hofbauer. 35 Jahre Erfahrung als Unternehmerin und Gründerin mehrerer Unternehmen.

Ein hilfreiches Instrument sein Geschäft „auf die Straße zu bringen“, ist die Entwicklung eines Geschäftsmodelles nach der Business Model Canvas (BMC) Methode.

Was ist Business Model Canvas?

Business Model Canvas heißt grob übersetzt „Geschäftsmodell Leinwand“. Diese Bezeichnung bringt es auf den Punkt. Ein Geschäftsmodell, dargestellt auf einem Blatt Papier. Business Model Canvas wurde 2004 vom Schweizer Wirtschaftstheoretiker Alexander Osterwalder entwickelt. BMC hilft dabei, alle wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Geschäftsmodelles darzustellen und weiterzuentwickeln. Hat man die Canvas einmal für sein Geschäft erstellt, erweist sie sich als flexibles Instrument das man permanent, an einen sich ständig veränderten Markt, anpassen kann.

Nun, diese Methode ist kein Geheimnis und jeder kann sich die Vorlage aus dem Internet herunterladen.

Digitalfreaks sei gesagt, dass man sich seine Canvas auch digital erstellen kann, wovon ich jedoch im ersten Durchgang abrate. Meine Erfahrung zeigt mir immer wieder, dass man durch das analoge Arbeiten an seinem Modell, in viel tiefere Bewusstseinsschichten vordringt. Das handschriftliche Arbeiten ist nicht zu unterschätzen und ich setze es ganz bewusst im Coaching ein. Aus diesen und anderen Gründen empfehle ich UnternehmerInnen und jenen die es werden wollen, ein BMC Coaching in Anspruch zu nehmen. Denn es sind die kritischen Fragen von außen die es vermeiden, ständig in der eigenen „Suppe“ herumzurühren.

Ein Schlüsselthema der BMC ist der biografische Teil. Und genau diesen Teil kann man nicht aus dem Internet herunterladen. Der Erfinder widmet in seinem Buch „Business Model You“, einen nicht unwesentlichen Teil dieser persönlichen Seite des Erfolgs. Ich persönlich beschäftige mich seit über 15 Jahren damit, weil ich überzeugt bin, dass der berufliche Erfolg eng damit zusammenhängt. Deshalb widme ich bei der Entwicklung der Canvas dieser persönlichen Seite viel Aufmerksamkeit. Dies geschieht in Form einer biografischen Reise, auf die ich meine KlientInnen schicke. Auf dieser Reise werden Talente und persönliche Stärken entdeckt, ebenso Potenziale untersucht. Auch unbewusste Bremser, wie Glaubenssätze und andere Fremdeinflüsse kommen ans Licht und werden eliminiert oder konstruktiv verarbeitet.

Ein weiterer Erfolgsfaktor der Canvas ist die authentische Formulierung der Inhalte. Die Sprache ist das wichtigste Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen KundInnen und durch die Sprache hat man die Möglichkeit, sich vom Mitbewerb erfrischend abzuheben. Mittlerweile durchschauen KundInnen sehr gut, den von Marketingexperten geschliffenen sprachlichen „Einheitsbrei“.

Eine Sprache die zu mir und mein Unternehmen passt, erzeugt Vertrauen und positive Resonanz bei meinen WunschkundInnen.

Jeder Anbieter bewegt sich in seinem spezifischen Marktsegment, der typische Spielregeln hat. Damit sich KundInnen angesprochen fühlen, ist eine, auf diese Spielregeln abgestimmte sprachliche Formulierung der Nutzenversprechen, ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Diese sprachlich authentischen Begrifflichkeiten und Formulierungen werden auf der biografischen Reise entdeckt. Auch deshalb ist diese Phase einer der Knackpunkte bei der Entwicklung der Canvas.

Somit besteht der Entwicklungsprozess aus drei Phasen:

Erstens die Erstellung einer IST-Canvas, zweitens der biografische Teil und drittens die Zusammenführung der Erkenntnisse in eine SOLL-Canvas. Bereits an einem Tag kann man einen „Bauplan“ für das eigene Geschäft entwickeln.

Dieser „Bauplan“ für das eigene Geschäft dient als Vorlage für alle weiteren Aktivitäten. Teure Fehlinvestitionen, wie eine ungenaue Positionierung und daraus resultierende schwammige und ungenaue Marketingbotschaften werden im Vorfeld vermieden.

Es werden die richtigen KundInnen (Buyer personas) mit den auf sie spezifisch formulierten Nutzen angesprochen.

Wie finden mich meine KundInnen?

Eine aussagekräftige Homepage ist aus meiner Sicht das Um und Auf, um erfolgreich zu sein. Darüber hinaus die Präsenz in einschlägigen sozialen Netzwerken. Die Erstellung einer Homepage ist für WebdesignerInnen oft insofern eine Herausforderung, weil ihre KundInnen meist selbst nicht wissen, was sie eigentlich mit ihrer Homepage kommunizieren wollen. Es gibt aus verkaufstechnischer Sicht nichts Schlimmeres, als eine zwar optisch perfekte, aber inhaltlich schwache Homepage. Die meisten Seiten sind reine Selbstdarstellungen.

Wir können, wir haben, wir sind……

Es fehlen klar definierte ZielkundInnen und klar erkennbare Wertversprechen. Die Business Model Canvas kann eine hilfreiche Vorgabe für die Arbeit eines Webdesigners sein. BMC dient als Vorlage für Contentmarketing und Öffentlichkeitsarbeit. Geben KundInnen ihre Suchbegriffe ein, wird man leichter gefunden. Und zwar von den erwünschten KundInnen. Somit bin ich beim Begriff Buyer personas gelandet. Ein wesentliches Element der BMC ist eine klar fokussierte Definition der KundInnen. Dies geht über eine oberflächliche ZielkundInnendefinition hinaus.

Buyer personas haben eine Identität für mich und mein Unternehmen. Sie haben ein „Gesicht“.

Buyer personas stehen im Zentrum meiner Business Model Canvas.

15 Fragen werden abgearbeitet. Vom Alter, Geschlecht, gesellschaftlichen Status bis zur beruflichen Position, werden Buyer personas genau beschrieben. Im Grunde ähnlich dem, was Google und Co mit der Auswertung der Algorithmen macht.

Business Model Canvas definiert in neun Schlüsselfeldern Ihr individuelles Geschäftsmodell und legt die Basis für Ihr erfolgreiches Unternehmen.

Zum Abschluss ein Bild, das BMC gut beschreibt:

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus bauen. Damit Ihr Traum in Erfüllung geht, brauchen Sie einen Bauplan vom Architekten. Dieser Bauplan liegt für alle am Bau Beteiligten sichtbar auf und jeder kann mit einem einzigen Blick darauf, das große Ganze aber auch die einzelnen Details sehen und die entsprechenden Aktivitäten ableiten.

Business Model Canvas bildet einen soliden „Bauplan“ für den Aufbau Ihres Geschäfts.

Biografisches Selbstcoaching, der erste Schritt zu Ihrem eigenen Unternehmen

Pack es an und coach dich selbst

In den letzten Jahren coache ich zunehmend Menschen, die sich in einer beruflichen und persönlichen Veränderungsphase befinden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das KundInnenprofil in folgenden Punkten übereinstimmt.

Alter 45 Plus, weiblich, bestens ausgebildet und sehr erfolgreich.

(Foto:WKO)

Warum kommen ausgerechnet diese Frauen zu mir?

Ganz einfach ausgedrückt.

Sie haben die Nase voll.

Warum?

Weil sie nicht ihren Fähigkeiten entsprechend wertgeschätzt werden, weil sie sich schlecht verkaufen können, weil sie von Kollegen, leider auch von Kolleginnen gemobbt und ausgetrixt werden, weil sie ihre Ideen nicht umsetzen dürfen, weil Sie nicht „nein“ sagen können,  weil sie kurz vor dem Burn-out stehen. Weil sie sich beruflich verändern wollen. Weil sie den Sinn ihrer Arbeit nicht mehr sehen, weil sie sich selbstständig machen wollen.

Viele Jahre haben sie mitgespielt, brav hinuntergeschluckt und die, meist von Männern festgesetzten Spielregeln, im schweigenden Groll akzeptiert.

Warum landen wir immer und immer wieder in denselben beruflichen Situationen und warum spielen wir widerspruchslos mit und reden uns noch dazu ein, dass es genauso sein muss, weil man sonst „draußen“ ist.

Meine Antwort darauf: „Es sind biografische Prägungen, die unser Verhalten, unser Selbstvertrauen und nicht zuletzt alle unsere beruflichen Entscheidungen unbewusst beeinflussen.

Fazit: Irgendwann geht es einfach nicht mehr und die Rückenschmerzen durch das ständige „Verbiegen“ sind nicht mehr auszuhalten.

Die Ursachen dieses selbstzerstörerischen Verhaltens erforsche ich nun seit über 15 Jahren und habe neben den beiden Büchern Rucksackgeschichten®, die diese Themen beleuchten, 2016 die Ausbildung zur Biografiebegleiterin gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass die Biografie einer Person unbewusst auf den beruflichen Kontext Einfluss nimmt. Damit jede Frau und jeder Mann die Möglichkeit hat, diesen Einflussfaktoren auf die Schliche zu kommen, entwickelte ich ein mehrphasiges Coachingpaket zu einem leistbaren Preis.

Die erste Phase des Coachings kann von den KlientInnen in Eigenregie durchgeführt werden. In einem, von mir entwickelten „Arbeitsbuch für Erwachsene“, durchläuft die sich selbst coachende Person einen strukturierten biografischen Erkenntnisprozess. Dabei kommen sowohl innere Bremser als auch verborgene „Schätze“, wie Talente, Fähigkeiten und Stärken ans Licht.

Zum Coachingpaket

„Allein den inneren Bremsern auf die Spur zu kommen, würde einen längeren teureren Coachingprozess in Anspruch nehmen.

 

Dieses Coachingpaket ist eine bewusst niedrig gehaltene Einstiegshürde und soll Lust auf MEHR wecken.

Beim Auswertungsgespräch gehe ich mit meinen KlientInnen gerne in die Natur. Um das, was in diesem Selbstcoachingprozess in Bewegung gekommen ist, beim Gehen in einen kreativen weiterführenden Prozess zu bringen.

Wenn das Leben Veränderung braucht, ist die Natur eine starke Gefährtin.

Nach diesem Auswertungsgespräch ist manches klarer geworden und es können mitunter Ziele formuliert werden. Natürlich kann nach dieser ersten Phase auch aus dem Prozess ausgestiegen werden oder, was häufiger vorkommt, dieser verschoben werden, weil sich durch die Erkenntnisse des Selbstcoachings die Sichtweisen verändert haben und neue Voraussetzungen, vielleicht Strukturen, geschaffen werden müssen. 90% meiner KundInnen sind Frauen. Nicht nur Unternehmerinnen, sondern auch Frauen, die sich beruflich neu orientieren wollen. Der Umstand, dass ich selbst mehrere Unternehmen geleitet, gegründet, begleitet und mitaufgebaut habe, ist ein großer Vorteil.

Auch mich begleitet permanente Veränderung schon das ganze Leben.

Life begin’s out of your Comfortzone

Fazit: Berufliche, sowie auch private Themen und Herausforderungen werden mit der eigenen Biografie in Zusammenhang gebracht, woraus wertvolle Pläne für die Zukunft gemacht werden können. Das begeisterte Feedback der KundInnen spricht für sich.

Nehmen Sie Kontakt auf

Heilungsort Wald

Shinrin-yoku – Waldbaden

Schon als Kind spielte ich am liebsten im Wald. Sobald ich ihn betreten hatte, fühlte ich mich sicher. Das ist noch immer so. Die Bäume sind meine Freunde und Angst gibt es nicht. Vor einigen Jahren bin ich dann auf das Thema „Waldbaden“ gestoßen und das Buch „Der Biophilia-Effekt“ von Clemens G. Avray gelesen. Das hat mir den wissenschaftlichen Nachweis für meine Sehnsucht nach dem Wald geliefert. Der Wald ist meine ganz persönliche Heilanstalt und das Waldbaden ein fixer Bestandteil meines Lebens.

Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese ist grün“ Hildegard von Bingen 1098 – 1197

1982 prägte das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei den Begriff Shinrin-yoku. Shinrin-yoku heißt: „das Einatmen der Waldatmosphäre“, kurz übersetzt „Waldbaden“.

 

Shinrin-yoku ist in Japan und Südkorea zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge geworden und hat sich zur sogenannten Wald-Therapie entwickelt. Dafür wurden und werden viele wissenschaftliche Arbeiten in Auftrag gegeben und es kam natürlich das heraus, was wir eigentlich schon immer tief in unserem Inneren wussten:

Ein Aufenthalt im Wald senkt den Blutdruck, reguliert den Puls und vermehrt die Killerzellen. Waldbaden verjüngt, senkt das Krebsrisiko, erhöht die Selbstheilungskräfte und stärkt das Immunsystem.

Der österreichische Buchautor, diplomierte Landschaftsingeneur und Biologe Clemens G. Arvay, brachte mit seinem Erfolgsbuch „Der Biophilia Effekt“ auf beeindruckende und überaus lesenswerte Art und Weise, die Heilungskraft des Waldes einer breiten Öffentlichkeit näher. In seinem zweiten Buch „Der Heilungscode der Natur“ beschreibt er überzeugende Beispiele und bringt den wissenschaftlichen Beweis für die Heilkraft der Natur und des Waldes.

Qing Li, Medizinprofessor von der Nippon Medical School in Tokyo erbrachte den Nachweis, dass in bewaldeten Gebieten weniger Menschen an Krebs sterben als in Regionen ohne Wald.

In Japan und Südkorea wird der Aufenthalt im Wald inzwischen ärztlich verschrieben.

Erst seit Clemens G. Arvays Bucherfolg wird das Waldbaden langsam in Österreich thematisiert. Wir in der Steiermark sitzen sozusagen mitten im Wald und sehen diesen „vor lauter Bäumen“ nicht. Der Wald unterstützt Menschen in einer Krebstherapie oder bei depressiven Erkrankungen und erhöht die Anzahl der Killerzellen*. Zwei Stunden Waldaufenthalt erzeugt bereits nachweislich Wirkung auf den gesamten Organismus, der eine Woche anhält. Ein Tag Aufenthalt im Wald wirkt ein Monat an.

*Killerzellen sind jene Zellen, die Tumor- und Krebszellen „fressen“. Eine Abnahme der Leistungsfähigkeit der Killerzellen erhöht das Krebsrisiko dramatisch.

Eine Waldtherapie ersetzt keine medizinische Behandlung. Sie fördert jedoch nachweislich den Heilungserfolg.

Shinrin-yoku, das Waldbaden ist einfach und beinahe für jeden möglich. Es geht nicht um sportliche Betätigung, Anstrengung und Leistung, sondern ganz einfach um DA SEIN im Wald, im Park, in der Nähe von Bäumen und Pflanzen. Selbst der Garten hat schon eine positive Wirkung. Schlendern, genießen, atmen, wahrnehmen und vielleicht ein paar Körperübungen, die mit bewusster Atmung begleitet werden.

Ich persönlich suche mir bei meinen Wanderungen im Wald eine schöne Stelle unter Bäumen und mache ganz einfache Yogaübungen im Stehen, fließende Körperbewegungen und Atemübungen.

Schöne Übungen beschreibt auch Ulli Felber in ihrem Buch Waldbaden.

Von der Stärkung des Immunsystems und anderen positiven gesundheitlichen Auswirkungen einmal abgesehen, sind diese Phänomene absolut kein esoterischer Unsinn. Alle diese Wirkungen wurden und werden wissenschaftliche erforscht und in Studien durch Messungen belegt. Weltweit!

Ein respektvoller Umgang ist wichtig.

Die Möglichkeit in den Wald gehen zu können ist ein Geschenk. Wir sind Gäste des Waldes. Das heißt, dass wir uns auch wie Gäste benehmen sollen. Nichts zerstören, keinen Müll hinterlassen, nicht quer durch den Wald stampfen und keinen Lärm verursachen. Der Wald lebt und rings um uns sind Millionen von Lebewesen, auch wenn wir sie nicht sehen. Diese Lebewesen wollen wir nicht allzu viel stören oder? Auch möchte ich an dieser Stelle für alle WaldbesitzerInnen sprechen, die es nicht gerne sehen, wenn Pilze und Beeren über das erlaubte Maß, sowie Pflanzen, Steine und andere Dinge aus dem Waldes mitgenommen werden. Sie gehören in den Wald.

Es geht beim Waldbaden um das SEIN und nicht um das HABEN.

Wir gehen in den Wald, damit er uns in unserer Selbstheilungskraft unterstützt. Das ist ein großartiges Geschenk, das wir dankbar annehmen.

Das ist mehr als genug.

 

Kann der Einzelhandel überleben? Ein Erfahrungsbericht

„MARKTSTANDLERIN“ WAR ICH NOCH NIE. Viele Rollen habe ich in meinem Leben schon ausprobiert und wertvolle Erkenntnisse daraus gewonnen aber „Marktstandlerin“ war ich noch nie. Meine nähere Umgebung reagierte etwas konsterniert auf meine Ankündigung, mich zwei Wochenenden – insgesamt sechs Tage – auf einen Adventmarkt zu stellen.

 

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Wie es dazu kam:

Im vergangenen Jahr stellte ich ein überarbeitetes Unternehmenskonzept auf die Beine und begleitete auch den Aufbau des Unternehmens meines Sohnes. Darüber hinaus übernahm ich die Vertretung edler Geschenks- und Designprodukte einer Tiroler Manufaktur. Trotz massiver Bewerbung in Zeitungen und auf Facebook ließen die KundInnen auf sich warten bzw. sie nahmen mich einfach nicht wahr.

„Nun, wenn die KundInnen nicht zu mir kommen, dann komme ich eben zu ihnen“.

Der Adventmarkt in Stift Rein bei Graz kam mir da als Möglichkeit gerade recht.

Sechs Tage Auszeit in der Kälte

Nach der Besichtigung meines Standplatzes waren sofort zwei Dinge klar: Erstens, der Platz war strategisch perfekt, die BesucherInnen mussten zweimal daran vorbei und zweitens, der Platz war „arschkalt“ und zugig, denn er befand sich im Stiegenaufgang zu den geheizten Prunksälen, die jedoch mit der Weihnachtsausstellung eines Blumencenters belegt waren. Das Angebot, in wärmere Gefilde, dafür aber direkt neben der übergroßen Konkurrenz umzuziehen, lehnte ich ab.

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Ich entschied mich gegen Bequemlichkeit, für Strategie, Polarkleidung und Heizstrahler.

Tag 1: Gleich nach der Eröffnung verkaufte ich einem jungen Mann eineTrinkflasche mit der Aufschrift „Liebe“. Ein gutes Zeichen das mir signalisierte: Meine, für so einen Markt eher teuren Produkte kommen gut an. Für mich war klar.  Ich musste mir etwas einfallen lassen, damit die BesucherInnen mich wahrnehmen: Erlebnisfaktoren schaffen, die Leute in unverbindliche Gespräche verwickeln, die Produkte begeistert präsentieren, um Begehrlichkeit zu wecken. An meinem Stand konnte man die Produkte befühlen, daran schnuppern, die Bücher durchblättern, eine Karte aus den „Fingerzeigen“ ziehen und Erklärungen dazu lesen. Ohne Kaufdruck. Immer wieder sagte ich, dass dies alles ohne Verpflichtung möglich ist. Mein Stand sollte ein Erlebnisstand sein, um mich, mein Unternehmen und das Unternehmen meines Sohnes kennenzulernen. „By the way“ verkaufte ich.  Was ich in Coachings und Seminaren immer „predige“ funktionierte tatsächlich.

Tag 2: Als ich ankam, standen schon BesucherInnen vor meinem Stand, ich hatte noch nicht einmal ausgepackt, verkaufte ich bereits. An diesem Tag kam ich kaum weg von meinem Platz und am Abend war ich gerädert. Der Umsatz übertraf alle meine Erwartungen. Bevor die Leute in die warmen Prunkräume kamen, ließen sie bei mir schon einiges an Geld.

Das wärmte an diesem kalten Ort.

Tag 3 Langsam gingen mir die Produkte aus. „Toll, wie die ankommen“. Aber auch nur deshalb, weil ich die Geschichte zu den einzelnen Dingen erzählte: Wer sie herstellt, wo sie erzeugt werden, wer die Künstlerin ist. Ich plauderte über meine Pilger- und Wanderreisen und weckte auf diesem Weg das Interesse für meine Bücher Rucksackgeschichten. Vor allem aber hörte ich zu. Am Abend hatte ich einige Lebensgeschichten gehört und Menschen ermutigt. Ein schönes Gefühl.

Das erste Wochenende war vorbei und ich musste Produkte nachbestellen!

Das zweite Wochenende:

Tag 1: Den Stand komplett neu dekoriert. Produkte, die sich am ersten Wochenende nicht so gut verkauften, wurden in den Mittelpunkt gerückt. Mein Sohn befüllte Zirbensäckchen mit frischen Zirbenspänen, die ich als Eyecatcher positionierte. Der Stiegenraum duftete nach Zirbe und mein Stand lud wiederum zum Verweilen ein.

Tag 2: Was passiert, wenn ich passiv bin? Da ich ohnehin kaum mehr etwas zu verkaufen hatte, setzte ich mich hinter meinen Verkaufstisch spielte mit meinem Smartphone. Die Leute gingen vorbei, ohne stehenzubleiben. Ein flüchtiger Blick, aber nur wenige blieben stehen. Erkenntnis: Eyecatcher sind zu wenig. Es braucht das persönliche Engagement.

Tag 3: Mein Ziel war es, so wenig wie möglich mit nach Hause zu nehmen. So aktivierte ich mich wieder und verkaufte sozusagen die restlichen Waren, sowie einige Bücher und verteilte jede Menge Visitenkarten. Die Umsätze an meinem Stand konnten sich sehen lassen und der Gewinn auch.

Fazit:

Verkaufen im Einzelhandel erfordert vollen persönlichen Einsatz. Präsentationsgeschick, Kommunikationsstärke, Empathie und echte Freude am Tun. Man muss zuhören können, aber auch passende Fragen stellen. Die schwierige Gratwanderung zwischen aktiver Kundenansprache und einladender Zurückhaltung, stellt die größte Herausforderung dar. Nach drei Tagen wusste ich, wen kann ich ansprechen, wen soll ich in Ruhe lassen. Dies erfordert Beobachtungsgabe und Wahrnehmungsvermögen. Hat man das einmal geübt, merkt man bald, welche KundInnen kaufbereit sind und welche nicht.

Gerade höre ich im Radio, dass der Online-Handel massiv zugenommen hat.

EinzelhändlerInnen können diesem Trend nur mit höchstem persönlichen Engagement entgegentreten, indem sie ihren KundInnen Einkaufserlebnisse schaffen. Der Online-Handel hat die Rolle der Bedarfsdeckung längst übernommen. Deshalb muss der Einzelhandel jene Aufgaben abdecken, die der Online-Handel nicht bieten kann. KundInnen sollen wie liebe Gäste und nicht wie UmsatzbringerInnen behandelt werden. VerkäuferInnen müssen sorgfältig ausgewählt bzw. neu geschult werden. Sie müssen wissen wie sie Begeisterung FÜR etwas wecken. Sie müssen Empathie zeigen und Begehrlichkeit für ihre Produkte wecken können. Dies bedarf einer geschickten Präsentation und die Schaffung von Begeisterungsfaktoren im Geschäft. Alle Sinne sollen angesprochen werden, denn diese sind durch das Internet bereits abgestumpft. Das Wichtigste dabei ist aber immer noch Freude und Heiterkeit  und nicht zuletzt ehrliche DANKBARKEIT für den Kunden, die Kundin.

VerkäuferIn im Einzelhandel ist kein Ersatzberuf, sondern eine hochqualifizierte Tätigkeit, die vollen Einsatz erfordert.

Gelungener Netzwerkabend der Grünen Wirtschaft in Leibnitz.

A wie Akquise - ein Workshop der Reihe GREEN SPIRIT

Wirtschaftscoach Ingeborg Hofbauer begeisterte mit ungewöhnlichen Verhandlungs- und Verkaufs-Tipps.

Graz/Leibnitz, 17. November 2016. Zu einem Netzwerk-Abend voller Verhandlungstipps und Austausch zum immer aktuellen Thema »Verkaufen« lud die Grüne Wirtschaft Steiermark gestern in die Räumlichkeiten der möbelbau breitenthaler GesmbH von Elisabeth und Wilfried Breithenthaler (www.breitenthaler.at) ein. Die TeilnehmerInnen aus vielen verschiedenen Branchen – von der Farb- und Stilberaterin über den Heizungstechniker, von Logistikexperten über den Betreiber eines Orthopädie-Fachgeschäfts bis zu einer Vertreterin der Tourismusbranche – waren von den ungewöhnlichen, kreativen und lebendigen Verkaufsmethoden, die Wirtschaftscoach Ingeborg Berta Hofbauer präsentierte, begeistert.

A wien Akquise - Ein Workshop der Reihe GREEN SPIRITS

»Die TeilnehmerInnen haben nicht nur viele Informationen über selbstbewusstes und gleichzeitig kundInnenorientiertes Verhandeln mitgenommen, sondern diese in praktischen Übungen auch gleich ausprobiert. Daraus sind vor Ort gemeinsame Projektideen entstanden – so soll Vernetzung funktionieren«, zeigte sich Organisatorin Margit Weingast beeindruckt.

Ingeborg Hofbauer ist erfahrene Trainerin, Wirtschaftscoach und Pilgerführerin. Zu ihren Kernkompetenzen zählen Neukundenakquisition und Verkaufen gegen den Wettbewerb.

Dr.in Helene Zand
Grüne Wirtschaft Steiermark
m.: 0676 788 99 09
e.: helene.zand@gruenewirtschaft.at

 

Der Wunsch nach Freiheit und deren Attribute

Kennen Sie das auch? Diese Sehnsucht, sich von Altlasten befreien zu wollen, Ballast abzuwerfen, Gerümpel loszuwerden und Freiräume zu schaffen für neues im Leben?

Wer einmal seine Wohnung gründlich entrümpelt hat weiß, wie befreiend das sein kann. Platz schaffen für neue Dinge oder einfach Platz schaffen für GAR NICHTS.

http://www.foto-MAXL.at

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Milieustudien zeigen, dass sich viele unterschiedliche gesellschaftliche Schichten bilden. Als Beispiel nenne ich hier LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) und LUXAS (Luxusasketen)

Während sich LOHAS einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil verschrieben haben und in ihrem Konsumverhalten darauf achten, sind LUXAS jene, die Geld  für Dinge ausgeben, die ihren Ansprüchen nach Luxus gerecht werden. Beiden ist gemeinsam, dass sie eher zur besser verdienenden Bevölkerungsschicht gehören.

Während LOHAS bei der Geldausgabe Fokus im Nahrungs- und Bekleidungssektor setzen, lieben LUXAS Dinge, welche die eigene Persönlichkeit unterstreichen und ihren individuellen Sinn für Ästhetik hervorheben.

LUXAS definieren Luxus im Zusammenhang mit ihrer eigenen Persönlichkeit entsprechend individuell, unabhängig davon was gerade in Mode ist oder welche allgemein anerkannten Vorstellungen über Lifestyle vorherrschen. Es ist der Wunsch nach einer unverwechselbaren Identität, die antreibt, aber auch eine gewisse Sehnsucht nach Freiheit.

Freiheit als das Luxusgut und wer sich dieses Gut leisten kann, ist bei den Privilegierten „angekommen“.

Freiheit als Gut?

Warum, hier als Beispiel genannt, machen sich immer mehr Menschen zu einer Pilgerreise auf? Für ein paar Wochen Freiheit werden körperliche Strapazen und andere Unbequemlichkeiten in Kauf genommen. Urlaub in der Klosterzelle oder auf einer Berghütte, ohne Strom und jeglichem Komfort. Das sind die Güter, mit denen Freiheit assoziiert werden. Freiheit finden in der Reduktion auf das Wesentliche, in der Rückbesinnung auf die einfachsten Dinge im Leben.

Es ist genug!

Die Übererfüllung all unserer Bedürfnisse, dieser Überfluss haben uns das wertvolle Gefühl hungrig zu sein geraubt. Haben uns die Begierde nach etwas genommen. Schon meine Oma sagte:“ Wenn du jeden Tag Schnitzel ist, dann schmeckt es dir am Sonntag nicht mehr!“ Nur ein hungriger Geist ist ein kreativer Geist, so der Hirnforscher Ernst Pöppel.

Reduktion leben!

Unsere Häuser haben Räume für wohnen, kochen, essen, schlafen, spielen, arbeiten und stauen. An dieser Raumgestaltung hat sich in den letzten 100 Jahren nicht viel geändert. Vielleicht, dass ein großer Raum für mehrere Zwecke herhalten muss, die Idee dahinter ist jedoch dieselbe. Diese Räume sind ihrem Verwendungszweck entsprechend, mit Requisiten gefüllt.

Leer-Raum!

Um sich von den Milliarden Informationen, die täglich auf uns einprasseln zu erholen, um sich auch der Verschmutzung durch Lärm und Licht zu entziehen, braucht die Wohnung der Zukunft einen LEER-RAUM und einen RAUM DER STILLE.

http://www.foto-MAXL.at

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Kreativität ist nur möglich wenn die Gedanken, ohne abgelenkt zu werden, fließen können. Den Gedanken sprichwörtlich einen freien Raum geben. Ein freier Raum, wo der Mensch im Zentrum steht, sitzt, liegt, tanzt, geht, vielleicht auf dem Kopf steht. In dieser kompromisslosen Gesellschaft mit sich selbst, muss man sich den eigenen Gedanken stellen, ihnen RAUM geben, damit sie FORM annehmen können. DAS KANN ANGST MACHEN UND GLEICHZEITIG BEFREIEN

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Um auf  die LUXAS zurückzukommen. Sie werden die ersten sein, die sich einen Leer-Raum leisten oder/und einen Raum der Stille. Sie sind Ästheten.

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(Ästhetik die Lehre von den schönen Dingen)

Selbstbewusst sein und Preise durchsetzen

Vortragsmitschrift anlässlich des EPU Tages am 10.9.2016 Wirtschaftskammer Steiermark Saal 4 mit Ingeborg Berta Hofbauer

Schauplatz 1:

Ich komme in ein kleines Geschäft mit Accessoires und Designkleidung. Kein Billigladen wie man sich vorstellen kann. Da entdecke ich einen kleinen Tagesrucksack aus handgewebtem Leinen mit einer Bestickung eines meiner Lieblingszitate. Ein Unikat und schweineteuer.  Und trotzdem. Alles in mir ist auf „willhaben“ eingestellt und ich kaufe. Ich kaufe, denn dieser Rucksack bringt nicht nur eine innere Sehnsucht zum Schwingen, sondern erfüllt auch meinen Wunsch nach Individualität und Extravaganz.  Zwischen mir und dem Produkt wurde eine Resonanz erzeugt, der ich mich unmöglich entziehen konnte, vor allem nicht wollte.

Schauplatz 2:

Sie sind Unternehmerin und verkaufen ein Produkt oder eine Dienstleistung und Sie haben das große Glück sich spontan bei einem potenziellen Käufer zu präsentieren. Sie haben zwei Minuten Zeit Resonanz bzw. Begehrlichkeit zu erzeugen. Können Sie das?

Die Erfahrung aus vielen Vorträgen, wo ich den sogenannten Elevator Pitch oder die Liftübung gerne zum Einstieg mache, hat mir folgendes bestätigt:

Die meisten reden zwei Minuten lang wer sie sind und was sie können und dem Gegenüber friert langsam das Gesicht ein. Im Anschluss können die „KundInnen“ aus diesem Rollenspiel meist nicht sagen, welchen Nutzen sie erkannt haben, von erweckter Begehrlichkeit ganz zu schweigen. Was folgt daraus? Es wird vom Kunden logischerweise die Frage nach dem Preis gestellt, um danach mit einem selbstzufriedenen Gesichtsausdruck sagen zu können: “ Zu teuer“.

Es beginnt mit der richtigen Einstellung

Einstellung 1: Unsere Beziehung zu Geld und zu unserem Selbstwert

Hier müssen wir sehr früh anfangen. Wie war das z.B. mit Ihrem Taschengeld? Haben Sie eines bekommen? Wenn ja, mussten Sie dafür etwas tun? Meine Kinder bekamen ein „bedingungsloses“ Grundtaschengeld, mit dem sie machen konnten was sie wollten. Sie sollten von Beginn an das Gefühl haben sie sind etwas wert und sie können selbstbestimmt über einen Betrag verfügen. Dieser Betrag war nicht sehr hoch, denn es bestand die Möglichkeit für kleine Hilfsleistungen Provision zu bekommen. Das funktionierte hervorragend. Ersparte Neid und Streit und motivierte.

Einstellung 2: Unsere Glaubenssätze zum Thema Geld

Ich höre immer wieder: “Ich hasse es zu verkaufen, das bin ich nicht“. Natürlich sind Sie das nicht, Sie können höchsten die Rolle einer Verkäuferin übernehmen und darin das Richtige machen. Und überhaupt. Was wir benennen können sind wir nicht: wir sind nicht unser Auto, wir sind nicht unser Geld, wir sind nicht unser Bankkonto.

„Ich tu mir schwer Geld für meine Leistungen zu verlangen“. Dahinter steht ebenfalls eine sehr alte Geschichte. Wenn Sie sich von klein auf abgemüht haben Liebe zu bekommen und der Erhalt dieser Liebe mit erbrachter Leistung in Zusammenhang gebracht wurde, sollten Sie schleunigst an diesem Glaubenssatz arbeiten.

„Es geht nur um den Preis“, „wenn ich zu teuer bin, können sich viele Menschen meine DL/Produkt nicht leisten“.  Kehren Sie an dieser Stelle zurück an die beiden eingangs beschriebenen Schauplätze und denken Sie einmal darüber nach.

Das Rezept:

„Ich bin selbstbewusst und von meiner Leistung überzeugt. Ich finde/habe genau die KundInnen, die meine Leistung brauchen und meinen Preis bezahlen.“

Ich verordne Ihnen, sich diesen Glaubenssatz morgens, mittags und abends 3x vorzusprechen. Am besten vor einem Spiegel und lächeln Sie sich liebevoll dabei zu. Ich garantiere Ihnen positive Nebenwirkungen.

Singen Sie vor dem richtigen Balkon oder anders ausgedrückt wer sind Ihre KundInnen?

Arbeiten Sie folgende Aufgaben konsequent ab

  • Machen Sie eine Analyse Ihrer WunschkundInnen.
  • Basierend auf den Erfahrungen Ihrer bestehenden und früheren KundInnen.
  • Was waren deren Bedürfnisse und wie konnten Sie diese erfüllen?
  • Machen Sie ein Selbstcoaching und positionieren Sie sich als Person Unternehmen und Ihrem Angebot  Selbstcoachinfragen anfordern!
  • Entwickeln Sie ein klares Nutzenprofil, ausgehend von der Situation Ihrer WunschkundInnen und den daraus entstehenden Bedürfnissen.

Treten Sie in Erscheiung

  • Über soziale Medien
  • Blog
  • Pressetexte
  • Persönlich auf Veranstaltungen
  • Investieren Sie in eine professionelle Homepage. Das Geld ist es wert!

Und vor allem. Machen Sie es anders als alle anderen

  • Machen Sie sich „begehrenswert“ um Begehrlichkeit zu erzeugen
  • Definieren Sie einen klaren Verkaufsprozess. Wie weit ist Beratung kostenlos und wann fängt die Uhr an zu ticken. Das kommunizieren Sie klar Ihren KundInnen.
  • Unterscheiden Sie Einwände von Vorwänden
  • Holen Sie, bevor Sie sich auf eine Preisdebatte einlassen eine bedingte Zusage
  • Das heißt: überprüfen Sie, wie ernst es dem Kunden ist bei Ihnen zu kaufen
  • Setzen Sie Ihre Grenzen schon vor einem Verkaufsgespräch
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Einwände vor.
  • Es gibt nur fünf davon:
  1. Preis
  2. Produkt/DL
  3. Anbieter
  4. Bestehende Verträge
  5. Budget
Mehr darüber morgen um 11 Uhr Saal 4 Wirtschaftskammer Steiermark EPU-Tag.

A wie Akquise - ein Workshop der Reihe GREEN SPIRIT

 

Mut zum eigenen Traum – Erfahrungen einer Autorin

Wer „keinen Namen“ hat und in den Medien nicht präsent ist, hat in Österreich keine Chance, in gewisse Kreise aufgenommen zu werden. – Oder doch?

Gedanken zur Buchmesse Leipzig 2016

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Eine frischgebackene Autorin marschiert mit ihrem Erstlingswerk selbstbewusst in eine Buchhandlung und möchte den Geschäftsführer sprechen. Dieser signalisiert mit jeder Faser seines Körpers sein Bemühen, die Dame möglichst rasch wieder loszuwerden. Seine Mimik spricht Bände, während er das Buch als Daumenkino benutzt und die Seiten rasant durchblättert.

„Wissen Sie, nicht dass Sie mich falsch verstehen, aber Sie haben halt keinen Namen“, sagte der Buchmensch von oben herab.

Die Autorin ist irritiert-schließlich hat sie sich doch gerade mit Vor- und Nachnamen vorgestellt.“Es lassen sich heutzutage nur mehr Bücher von bekannten Autoren verkaufen. Es sein denn, Sie werden in den Medien besprochen, sind Spitzensportler, Spitzenkoch oder sonst irgendein ein Star.“

Selbst für Schmankerln wie kostenlose Lesungen, Übernahme der Marketing- und Werbekosten etc. bleibt der gute Mann gänzlich unempfänglich. Er hat kein Interesse an einer unbekannten Autorin. Sein Entscheidungskriterium ist der Gewinn, den er mit einem Buch machen kann und diese Möglichkeit schließt er mit dieser „namenlosen“ Autorin von vorn herein aus.

Diese Geschichte ist lediglich ein Beispiel von vielen. Wenn Sie sich jemals irgendwo als Künstler oder Künstlerin, als Berater oder freischaffender Kreative beworben haben, können Sie diese Szene der Autorin und des Buchmannes mit Leichtigkeit auf Ihr eigenes Betätigungsfeld übertragen.

Auf den ersten Blick erscheint diese Situation irgendwie verfahren: Wer bekannt ist, wird wohl kaum „Klinkenputzen“ gehen und wer unbekannt ist, der bekommt keine Chance. Also muss irgendwo dazwischen der Schlüssel liegen, der das Tor zur Bekanntheit, zu einem „Namen“, aufschließt. Diesen Schlüssel gilt es zu finden!

Der symbolische Buchmann ist nicht das Problem! Er erfüllt lediglich seinen eigenen Part in dem Spiel- und so gesehen ist sein Vorgehen durchaus nachvollziehbar und in Ordnung. Jammern, schimpfen, Frust und letztendlich Resignation „man hat eh keine Chance, deshalb lasse ich es einfach sein“ bringen einem da auch nicht wirklich weiter. Die Aufgabe, vor der alle „Namenlosen“ stehen, sobald sie diesen Zustand ändern möchten, lautet nicht: „Wie zwinge ich mein Gegenüber im Rahmen der österreichischen Rechtsordnung dazu, mein Projekt zu „kaufen“?“, sondern:

„Wie bringe ich die potenziellen Kunden und Kundinnen dieser Person dazu, nach meinem Projekt zu fragen?“

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Die Erkenntnis, die Sie aus einer solchen urprünglich äußerst demotivierenden und mitunter sogar demütigenden Szene erlangen können, ist in Wahrheit unbezahlbar-wenn Sie sie nutzen!

Sie werden es schon geahnt haben. Ich war diejenige, die so „naiv“ (französisch naif = kindlich, ursprünglich) war und diese Erfahrung mit ihrem Erstlingswerk gemacht hat. Diese Erfahrung hat mich zu einer geänderten Fragestellung geführt:

„Was muss ich tun, dass die Kundinnen und Kunden des Buchhändlers nach meinem Buch fragen?“.

Daraufhin habe ich meine Verkaufsstrategie für mein erstes Buch geändert. Innerhalb von 6 Monaten verkaufte ich 1000 Stück. Ich habe zwar noch immer keinen „Namen“, aber ich habe immerhin mit diesem Verkaufserlös mein zweites Buch finanzieren können, das ich in einem Verlag herausbringen konnte und dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesser steht. Rucksackgeschichten – Anleitung zur Mutkompetenz

Die Erfahrungen, die ich bei der Vermarktung meines ersten Buches, Rucksackgeschichten – Anleitung zum Selbstcoaching gemacht habe, sind in einem Selbstcoaching Katalog eingeflossen, der inzwischen von vielen Menschen angefordert wird, die ebenso in „Erscheinung“ treten wollen.

Mein zweites Buch Rucksackgeschichten soll Mut machen die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Viele Geschichten von meinen Solowanderungen kreuz und quer in Europa und viele Geschichten von meiner Arbeit als Beraterin sind darin erzählt. Tipps für den Aufbau eines eigenen Business ergänzen das Lesevergnügen.

Ihre Ingeborg Berta Hofbauer Autorin und Gründerin der Marke Rucksackgeschichten®

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Biografiearbeit – was ist das?

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„A Bam kaun net wochsn wenn er kan Bodn hat“

Dieser Satz hat sich tief in die Erinnerung meines Vaters eingegraben und dieser Satz veränderte sein Leben nachhaltig und wahrscheinlich auch meines.

Im Rahmen meiner Ausbildung zur zertifizierten Biografiebegleiterin, welche eine wertvolle Bereicherung meines Rucksackangebotes® ist, wählte ich die Lebensbiografie meines Vaters für meine Projektarbeit. Eine der ersten von vielen weiteren wertvollen Erkenntnissen war die, dass vor allem jene Eigenschaften meines Vaters, gegen die ich in meinen jungen Jahren am meisten rebellierte, die größten Stärken und Ressourcen meiner eigenen Biografie darstellten.

Was ist Biografiearbeit?

Nach Ruhe (1998) ist es der „Versuch, Mensch-Sein als Körper, Geist und Seele in den individuellen, gesellschaftlichen und tiefenpsychologischen Dimensionen wahrzunehmen. In der Rückschau auf das eigene Leben, geschieht Einbettung in das gesellschaftliche Leben, wächst Verständnis für das Eigene. Biografiearbeit ermöglicht, sich sinnhaft als Bestandteil eines Kontinuums zu definieren.“
Kurz: Biografiearbeit ist die Reflexion der Vergangenheit zur Gestaltung der Zukunft. Es ist „strukturiertes, angeleitetes Erinnern“

Zurück zur Biografie meines Vaters. Mit seinen 89 Jahren(1927) hat er einen unglaublich scharfen Verstand, obwohl mitunter seine Alterssturheit für uns Familienmitglieder manchmal eine Herausforderung darstellt.

„Einmal Chef, immer Chef“

meinte eine Bekannte lapidar, während sie eine seiner Aktionen live miterlebte. Bei einem ihrer Besuche standen wir ins Gespräch versunken im Garten, als mein Vater hinzutrat und mich beauftragte auf der Stelle und sofort eine Leiter an den Kirschbaum anzulehen. Besuch hin oder her, die Kirschen waren zu ernten und jede Minute, die dies hinauszögerte, war seiner Meinung nach reine Verschwendung und sein Anliegen hatte deshalb höchste Priorität. Da half kein argumentieren – von wegen Besuch und so – was Sache ist, ist Sache und sein Hörapparat – wie sollte es anders sein – funktionierte in diesen Momenten ohnehin nie. So schleppten wir, meine Bekannte und ich, die Leiter herbei und lehnten sie an den Baum. Ich kochte vor Wut, aber die Welt war gerettet für meinen Vater und er stieg,trotz massiver Proteste, seitens meiner Mutter und mir, auf die Leiter. Sein Gesichtsausdruck voll Glückseligkeit, beim Genuss der ersten Kirschen, ließ meine Wut sofort verrauchen und wich einem Lächeln. Ja, einmal Chef immer Chef. Durchsetzen konnte er sich, der alte Mann. Eine Stärke, die ich zu hundert Prozent geerbt hatte.

Doch um Chef zu werden musste mein Vater einen steinigen Weg beschreiten.

Für jemanden, der nur die Volksschule besucht hatte, war dies mit harter Arbeit, lernen und großem Durchhaltevermögen verbunden. In den Wintern 1956-1957 bereitete sich mein Vater an der Ortweinschule in Graz auf die Zimmermeisterprüfung vor und legte diese erfolgreich 1958 ab.

Doch die Hürden waren damit noch lange nicht überwunden.Der damalige Bürgermeister unternahm alles, damit mein Vater keinen Betriebsstandort in seiner Heimatgemeinde bekam.

Die Intrigen gegen den „Häuslerbuam“, dem „Habenichts“ trieben arge Blüten.

Trotz der vielen Knüppel, die meinem Vater zwischen die Beine geworfen wurden, ließ er sich nicht entmutigen und gewann  durch seine gesellige und weltoffene Art, seinem großem Handwerkstalent und nicht zuletzt durch sein Spiel auf der Steirischen Ziehharmonika, viele Gönner, Förderer und Kunden.Sein Onkel schenkte meinem Vater Grund und Boden für die Gründung seines Betriebes mit den eingangs zitierten Worten.

„Man muss Respekt und Wertschätzung gegenüber jenen Menschen haben, die für einen arbeiten“.

Diese Botschaft bekam ich von Kindesbeinen an mit. Nicht ein einziges Mal in all den Jahren musste in unserer Firma ein Arbeiter auf seinen Lohn warten. Auch hatte mein Vater manchen seiner Arbeiter mit einem zinsenlosen Kredit die Familien bzw. Existenzgründung ermöglicht.

Als ich viele Jahre später einen Lehrgang zur Zertifizierung als Nachhaltigkeitsmanagerin besuchte, konnte ich mehrmals die Feststellung machen:

Das was hier als Social Entrepreneurship verkauft wird, lebte mein Vater bereits vor 40 Jahren und ist ebenso für mich eine Selbstverständlichkeit“.

Mein Vater war innovativ und blickte über den Tellerrand hinaus. Zum Beispiel brachte er von einer beruflichen Auslandsreise mit der Wirtschaftskammer, eine neue Geschäftsidee mit nach Hause. Diese setzte er sofort um und sein Kleinunternehmen wuchs dadurch in den Siebzigerjahren zum mittelständischen Betrieb mit 35 Mitarbeitern heran.

Mut, Durchhaltevermögen, Zielorientierung, Durchsetzungskraft, Weltoffenheit, Neugier, Fleiß, unternehmerisches Geschick, eine Brise Schlauheit und Glück, verbunden mit sozialer Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, machten meinen Vater weit über die Grenzen seiner Heimatgemeinde bekannt und man brachte ihm große Anerkennung und Respekt ein. Bis heute.

Welchen Gewinn kann man persönlich in der Auseinandersetzung mit seiner Biografie ziehen?

Im Rahmen meiner Ausbildung tauchte ich tief in meine eigenen Wurzeln ein und konnte meinen Werdegang besser verstehen. Vor allem aber durfte ich feststellen, dass ich meine Fähigkeiten und Talente zum großen Teil meinem Vater zu verdanken hatte, ebenso meine weltoffene Haltung vor allem gegenüber Fremden. Dies erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.

Biografiearbeit ist keine Psychotherapie, sondern eine strukturierte Anleitung zur Erinnerung. Vorwiegend wird Biografiearbeit bei alten Menschen und Menschen mit Behinderungen eingesetzt.

Biografiearbeit kann jedoch gerade in dieser rastlosen Zeit eine Möglichkeit des sich besinnens anbieten. Sie bietet die Chance Schätze in der eigenen Geschichte, aber auch in der Unternehmensgeschichte zu entdecken und zu heben. Sie kann die Basis für tragfähige Entscheidungen sein.

Ich persönlich habe bei meiner eigenen Biografiearbeit und bei der Biografiearbeit mit meinem Vater ein starkes Selbstwertgefühl gewonnen und ein Bewusstsein von Kraft, die man nur aus den eigenen Wurzeln schöpfen kann.

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