Monat: November 2015

Businesstrip oder Pilgerreise?

Abschrift des Verlagsblogs Novumverlag

Proviant und Ballast aus ihrem eigenen Leben hat Novum Autorin Ingeborg Berta Hofbauer geschickt in ihrem Buch „Rucksackgeschichten” verpackt. Wer lernen will, wie Mut geht, wirft einen Blick in die Anleitung zur Mutkompetenz.

„Ich danke allen, die versucht haben, mich zu entmutigen, denn durch sie habe ich den Mut bekommen, meinen Weg zu gehen, meiner inneren Stimme zu vertrauen und mein Potenzial zu erkennen.“ Das Patent für das Wort „Mutkompetenz“ hat Ingeborg Berta Hofbauer mit ihrem Buch „Rucksackgeschichten“ erworben. Die Autorin schildert auf 148 Seiten, wie ihr der Brückenschlag von der Karrierefrau zur Pilgerin gelungen ist und wie man die innere Mitte findet, ohne dabei die Balance zu verlieren.
Um Frieden zwischen ihren, wie sie selbst sagt, „zwei Seelen“ stiften und unvereinbare Wünsche doch noch einen zu können, musste sie allerdings erst zwei spirituelle Pfade beschreiten – ihren Lebensweg und den Jakobsweg, vom Fuße der Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Was ihre Pilgerreise sie gelehrt hat, gibt die Unternehmensberaterin und Reisebegleiterin in ihrem Buch speziell jenen Lesern weiter, die ihren Weg schon gefunden haben, aber immer noch nach der Richtung fragen. In ihren Rucksackgeschichten teilt Hofbauer Alltagsballast, Reiseproviant aus dem Berufs- und Gepäck aus dem Freizeitleben mit Mitreiseanwärtern. Seite für Seite gewährt die novum Neuautorin Einblick in ihren Erfahrungsschatz und lehrt dabei nicht nur viel übers Annehmen, Loslassen, Anpacken und Glücklichsein, sondern auch über Skills, die helfen, Alltägliches zu meistern. Bezugnehmend auf Episoden aus ihrem eigenen Leben verrät sie so zum Beispiel, wie man mit den richtigen Kommunikations-, Verkaufs– und Vermarktungstricks an sein persönliches Ziel kommt und Träume verwirklicht. Rucksackübungen am Ende jedes Kapitels erheben den neuen Wissensfundus vom Theorie- in den Praxisstatus.

Wer zwischen den Zeilen liest, wird aber schnell erkennen, dass das neue Anwendungswissen wesentlich weiter reicht als nur bis zu Daily Routine Management Tools.

Indem Ingeborg Berta Hofbauer ihre Schüler anweist, ihre Träume statt in ein „Entweder-Oder“-Denken in ein „Sowohl-als-auch“-Schema zu betten, macht sie Mut zu neuen Denkmustern. Destruktiven Glaubenssätzen wie „Ich habe keine Zeit“ nimmt sie mit eloquenter Einfachheit den Schrecken:

„Bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass Zeit das einzige Gut ist, das gerecht verteilt ist. Jeder Mensch hat 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Somit ist der Glaubenssatz „Ich habe keine Zeit“ falsch. Eine gute Möglichkeit, sich selbst auf die Spur zu kommen, ist, das Wort „Zeit“ durch das Wort „Leben“ auszutauschen. Klar und ehrlich ist Ihre Aussage, wenn Sie formulieren: „Ich habe keine Zeit für…“ Damit signalisieren Sie deutlich, dass Sie andere Prioritäten haben, und um diese geht es letztendlich.“

Ihr Wissen über den Wert von Zeit, Tempo und Entschleunigung, das sie unter anderem auf ihren Pilgerreisen erlangt hat, fließt auch in die dazu passende Rucksackübung ein, die Sie am besten gleich selbst in der Praxis testen:
________________________________________

„Die Dyade oder der Tiefendialog“

Schreiben sie die folgenden Sätze auf zwei Zettel. Einen davon geben Sie Ihrem Partner.
• „Sag, für wen oder was in deinem Leben möchtest du mehr Zeit?“ „Danke!“
• „Sag, wer oder was hindert dich daran, diese Zeit zu finden?“ „Danke!“
• „Sag, was musst du tun, um diese Hindernisse zu überwinden?“ „Danke!“
• „Sag, welche Entscheidungen musst du dafür treffen?“ „Danke!“
Spielregel:
Suchen Sie einen ungestörten Platz oder gehen Sie spazieren. Lesen Sie den ersten Satz vor und lassen Sie den Anderen ungestört sprechen. Unterbrechen Sie nicht, sondern hören Sie schweigend zu. Ihr Partner gibt Ihnen ein Zeichen, dass er fertig ist. Daraufhin sagen Sie „Danke“ und lesen den nächsten Satz vor, hören zu und nachdem Ihr Partner fertig ist, sagen Sie wieder „Danke“ und lesen den dritten, dann den vierten Satz vor. Sind Sie mit allen vier Sätzen durch, tauschen Sie die Rollen. Nun sind Sie an der Reihe zu antworten und Ihr Partner liest die Sätze vor. Sobald Sie den ersten Durchgang beendet haben, tauschen Sie wieder die Rollen und wiederholen Sie denselben Vorgang noch zwei weitere Male. Jeder von Ihnen geht dreimal komplett die gesamte Übung durch.
Sie werden sehen, wie umfangreich man ein Thema auf diese Weise beleuchten kann und zu welchen tiefen Erkenntnissen man kommt.
Diese Übung können Sie zu jedem beliebigen Thema machen, wenn Sie die Fragestellung nach dem obigen Muster konstruieren.
________________________________________

Noch mehr Übungen, die Mut zum Zuhören, zur Offenheit, zum Sich-Ausprobieren – kurzum: zum Leben – machen, finden Sie in Ingeborg Berta Hofbauers Buch „Rucksackgeschichten“.

Ich will niemals groß werden!

In meinem Mut-Blog stelle ich Bücher über und von Persönlichkeiten vor, die im Laufe meiner persönlichen Entwicklung MutmacherInnen waren.

Die Heldin meiner Kindheit: Pippi Langstrumpf

 200422,1323788102,1

„Ich will niemals groß werden. Große Menschen haben niemals etwas Lustiges. Sie haben nur einen Haufen langweilige Arbeit und komische Kleider und Hühneraugen und Kumminalsteuern.“ „Kommunalsteuer heißt es“, sagte Annika. „Ja, der gleiche Unsinn ist es in jedem Fall“ sagte Pippi.

(aus Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren)

Ich kann von Glück sagen, dass Mutter mich, ab meinem 5. Lebensjahr (ich konnte bereits mit 5 Jahren fließend lesen) mit Büchern versorgte. Das war der Beginn meiner Lesesucht. 3-4 Bücher pro Woche verschlang ich und wenn meine Freundinnen vor der Haustüre standen, um mich zum Spielen abzuholen, ließ ich mich verleugnen oder spielte auf krank, um lesen zu können. Meine Bücher waren meine besten Freunde – auch heute noch. Ich habe sie alle aufgehoben. Die vielen Abenteuergeschichten von Enid Blyton und andere Kinderbücher. Wobei Abenteuergeschichten mein Lieblingsgenre war – damals wie heute. Mein Dachboden ist voll mit den Büchern von damals. Von ihnen werde ich mich niemals trennen können.

Doch ein besonderes Buch steht nach wie vor in meiner Bibliothek. „Pippi Langstrumpf“. Die  große Heldin meines Kinderuniversums. Abgegriffen, da unzählige Male gelesen. Die Geschichten von einem unangepassten Mädchen, das alles machte, wozu es gerade Lust hatte, das frei und unabhängig war und ihren Reichtum dafür verwendete anderen zu helfen, und um Spaß zu haben. Ach wie liebte ich diese Geschichten.

Herrlich unpädagogisch und incorrectness

„Und wie kannst du überhaupt verlangen, dass ein kleines Kind, das eine Mutter hat, die ein Engel ist, und einen Vater, der Negerkönig ist, und das sein ganzes Leben lang auf dem Meer gesegelt ist. immer die Wahrheit sagen soll“

Pippi wirbelte die spießige Gesellschaft der kleinen Stadt in der sie lebte  ordentlich auf und zeigte den beiden wohlerzogenen und angepassten Nachbarskindern Annika und Thomas was Mut ist und worauf  es im Leben wirklich ankommt.

Pippi Langstrumpf weckte in mir eine unstillbare Sehnsucht. Die Sehnsucht nach einem freien und selbstbestimmten Leben.

Diese Sehnsucht begleitete mich über mein ganzes Leben und es gelang mir sie erfolgreich über zwei Jahrzehnte zu überhören. Ich hatte mich dem traditionell geprägten, gesellschaftlich anerkannten Leben auf dem Land angepasst und fand mich schlussendlich als Gefangene darin wieder.  Bis ich es irgendwann nicht mehr aushielt, die meisten Spielregeln brach, um auszubrechen und neu anzufangen. Diesen Prozess habe ich in meinem ersten Buch niedergeschrieben.

Rucksackgeschichten – Aufbruch in ein gelungenes Leben mit leichtem Gepäck

Weitere 10 Jahre vergingen, um wirklich frei zu sein.

Frei von Existenzängsten, frei von alten Denkmustern und Glaubenssätzen, frei davon, Anerkennung wichtiger Bezugspersonen zu bekommen. Auch frei davon,  den eigenen Selbstwert über einen Mann zu nähren, frei vom gängigen Mutterbild, frei vom gängigen Tochterbild. Frei zu entscheiden, für wen ich arbeite und für wen nicht und diese Entscheidung nicht vom Geld abhängig zu machen, sondern vom eigenen Wertekodex.

Pippi, meine Heldin aus frühen Kindertagen ist wieder bei mir eingezogen. Die das Leben feiert und das macht, wozu sie selbst Lust hat. Mit einem großen Herz für Schwache, Unterdrückte, weniger Privilegierte und  Hilfesuchende. Sie macht mir immer wieder Mut eingefahrene Sichtweisen zu ver-rücken.

„Vor allen Dingen möchte ich mir ein Klavier kaufen.“ „Ja, aber Pippi“, sagte Thomas. „Du kannst ja wohl nicht Klavier spielen!“ „Wie soll ich das wissen, wenn ich es noch nie versucht habe?“ sagte Pippi. „Ich habe niemals ein Klavier gehabt, auf dem ich es probieren konnte. Und das will ich dir sagen, Thomas, Klavier spielen ohne Klavier, dazu braucht man eine ungeheure Übung bis man es kann.“

200422,1320764231,1

 

Rucksackgeschichten bestellen unter: Zur Buchbestellung

Ingeborg Berta Hofbauer

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén