Wer auf Facebook aktiv ist kennt es: Auf die Einladung zu einer Veranstaltung kann man wie folgt antworten: „Ja“ „Nein“ „Vielleicht“. Diese für alle sozialen Medien stellvertretend typische Oberflächlichkeit und Unverbindlichkeit greift wie ein Virus auf unsere Gesellschaft über

„Vielleicht“, „man sieht sich“, „ich ruf dich an“, „wir sollten wieder einmal auf ein Bier gehen“, uswusw. Alles durchschaubare und unentschiedene Floskeln. Ich kann sie nicht mehr hören.

Ein weiteres Beispiel für dieses Phänomen der Unentschiedenheit: Eine  alleinstehende Bekannte jammerte mir jahrelang vor wie frustriert sie in ihrem Beruf sei, welche Möglichkeiten sie verpasst hätte und wie sie überhaupt und generell benachteiligt wäre. Als sie dann plötzlich ein Angebot für ihren Traumjob bekam, der mit einem Wohnungswechsel verbunden war, konnte sie sich nicht entscheiden und zögerte ihre Bewerbung so lange hinaus, bis der Job weg war. Ich konnte mich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie sogar froh darüber war.  Ich bemerke in meiner unmittelbaren Umgebung, aber auch in der Wirtschaft und Politik, dass die Kompetenz „Entscheidungen treffen“ zunehmend verlorengeht.

Die ist ein Zeichen von Führungsschwäche,  mangelnder Selbstreflektion und fehlender Demut gegenüber jenen, denen gegenüber man verantwortlich ist.

Die vielen Optionen zwischen denen gewählt werden kann sind einer der Gründe, und dass man sich alle Möglichkeiten irgendwie offen halten möchte, ein anderer. Oder ist es einfach nur aus Bequemlichkeit?  Vor allem aber ist es  der fehlende Mut Committment einzugehen und damit die sichere Komfortzone zu verlassen.

Sich zu entscheiden heißt, sich zu committen;  heißt weiter sich emotional stark an eine Sache zu binden.

Umfragen ergaben, dass sich 89 % der Menschen nicht mehr mit ihrer Arbeit zu 100 % committen. Eine Katastrophe für die Wirtschaft. Sich zu entscheiden heißt aber auch Schöpfer der eigenen Umstände zu sein. Was ich heute entscheide hat unmittelbar Auswirkung darauf, wie es mir in Zukunft gehen wird.

FAZIT: Entscheidungen zu treffen heißt mutig zu sein.

  • Mutig die Konsequenzen dafür zu tragen
  • Mutig Verantwortung zu übernehmen
  • Mutig seinen WählerInnen gegenüber Position zu beziehen
  • Mutig Freundschaften und Beziehungen auf die Probe zu stellen
  • Mutig aus dem gewohnten Kreise zu springen und Fremde mit offenen Armen willkommen zu heißen

Ihre Ingeborg Berta Hofbauer

Rucksackgeschichten® Sowohl  als auch – Anleitung zur Mutkompetenz®

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